Klimaschutz
"Wir müssen jetzt handeln"

Obmann-Stellvertreter Martin Emeder, Klimaforscherin Helga Kromp-Kolb, Obmann Richard Niederreiter und Bürgermeister Markus Bradler.
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  • Obmann-Stellvertreter Martin Emeder, Klimaforscherin Helga Kromp-Kolb, Obmann Richard Niederreiter und Bürgermeister Markus Bradler.
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Klimaforscherin Helga Kromp-Kolb zeigte in Straß die drastischen Auswirkungen der Klimakrise auf.

STRASS. "Gewohnheiten zu ändern erfordert Köpfchen. Aber wenn wir unsere Gewohnheiten nicht ändern, ändert sich auch am Klimawandel nichts", betonte Klimaforscherin Helga Kromp-Kolb am Freitag in Straß. Der Verein Energievision Attergau-Mondseeland rund um Obmann Richard Niederreiter und Stellvertreter Martin Emeder hatte sie zu einem Vortrag eingeladen.

Rund 200 Besucher, darunter Bürgermeister Markus Bradler, Vizebürgermeister Thomas Mayrhofer und Johann Sagerer von der BH Vöcklabruck lauschten gespannt ihren Ausführungen über die Klimakrise.

Folgen für Gesundheit und Wirtschaft

"Wenn wir so weitermachen wie bisher, wird die Temperatur bis 2100 um fünf Grad ansteigen", warnte die Meteorologin. Dies ziehe eine Reihe an gesundheitlichen Folgen nach sich: Von Hitze über Pollenallergien und Luftschadstoffen bis hin zu Dürre- und Unwetterkatastrophen.

In Österreich verursache der Klimawandel bereits jetzt jährlich eine Milliarde Euro an Schaden. Der Anstieg des Meeresspiegels werde große Fluchtbewegungen auslösen: "Wenn er um 80 Zentimeter ansteigt, verlieren alleine in Ägypten mehr als 30 Millionen Menschen ihr Zuhause."

Alle sind verantwortlich

Dennoch gibt Kromp-Kolb nicht auf: "Wenn wir jetzt handeln, können wir das Pariser Klimaziel von zwei Grad noch erreichen." Dazu seien alle gefordert, vom Einzelnen über die Wirtschaft und nationale Politik bis hin zu globalen Organisationen. Notwendig seien einerseits Anpassung an das veränderte Klima und andererseits Minderung des Ressourcenverbrauches.

Lebensqualität statt Lebensstandard

"Wenn jeder sein Benzinauto gegen ein Elektroauto tauscht wird das nicht helfen. Man kann aber möglichst viele Wege zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurücklegen", nennt sie ein Beispiel. Ebenso sollte man bei Anschaffungen überlegen, was man tatsächlich benötigt, und den Energieverbrauch reduzieren: "Früher wurde nur das Wohnzimmer beheizt, heute heizen manche sogar die Garage mit."

Zum Abschluss wies Kromp-Kolb auf die beiden UNO-Ziele für nachhaltige Entwicklung hin: Ein gutes Leben für alle und das Einhalten der ökologischen Grenzen. "Wir müssen beide Ziele verfolgen und dürfen sie nicht gegeneinander ausspielen", ist Kromp-Kolb überzeugt.

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