Bildung und Kinderbetreuung
61 Millionen Euro für neue Schulen

Die neue Volksschulen Seewalchen am Attersee wird mit dem Schuljahr 2019/2020 ihren Betrieb aufnehmen
  • Die neue Volksschulen Seewalchen am Attersee wird mit dem Schuljahr 2019/2020 ihren Betrieb aufnehmen
  • Foto: Marktgemeinde/Reiter
  • hochgeladen von Alfred Jungwirth

Im Bezirk Vöcklabruck fördert das Land OÖ derzeit den Bau von 20 Pflichtschulen.

BEZIRK (ju). Das Land Oberösterreich investiert kräftig in den Bau und die Sanierung von Betreuungseinrichtungen und Pflichtschulen. "Allein im Finanzierungsprogramm für die Pflichtschulen befinden sich aktuell 234 Projekte mit einem Investitionsvolumen von 547 Millionen Euro", informiert Bildungslandesrätin Christine Haberlander (ÖVP). Allein im Bezirk Vöcklabruck gibt es laut Haberlander aktuell 20 Schulbauvorhaben mit Gesamtkosten von 61,6 Millionen Euro. Und 18 weitere Projekte sind bereits für die Aufnahme ins Schulbauprogramm des Landes angemeldet.

In Seewalchen am Attersee schreitet der Neubau der Volksschule zügig voran. Mit Gesamtinvestitionskosten von rund 6,7 Millionen Euro ist es das bisher größte Kommunalprojekt in der Gemeinde. "Wir sind voll im Zeitplan. Die Fertigstellung ist für den Sommer vorgesehen, sodass der Betrieb mit Beginn des Schuljahres 2019/2020 bereits im neuen Schulgebäude möglich ist", sagt Bürgermeister Johann Reiter (ÖVP). Neu eingeführt wird in Seewalchen dann auch die Schülerbetreuung nach dem Unterricht.

Schulzentrum Frankenburg

In den Startlöchern scharrt Frankenburg, wo um rund zehn Millionen Euro ein Zentrum mit Neuer Mittelschule und Volksschule entstehen soll. "Der Einreichplan liegt beim Land, jetzt warten wir auf die Freigabe, um mit den Ausschreibungen beginnen zu können", sagt Bürgermeister Johann Baumann (SPÖ). Das Gebäude der Neuen Mittelschule wird abgerissen. Die Schüler kommen während der Bauzeit in der Volksschule unter. "Hier haben wir ausreichende Platzkapazitäten. In Containern müssen höchstens Werk- und EDV-Räume untergebracht werden", so der Bürgermeister. Im neuen Gebäudekomplex werden beide Schulen untergebracht sein. Vorgesehen ist, dass das neue Schulzentrum Frankenburg im Herbst 2021 in Betrieb gehen soll. Das alte Volksschulgebäude wird dann abgerissen.

Insgesamt 17 Millionen Euro lässt sich die Bezirksstadt Vöcklabruck ihren neuen Schulcampus kosten. Auf dem ehemaligen Krankenhaus-Areal entsteht ein Gebäude für Pestalozzischule, Polytechnische Schule und vier Volksschulklassen. "Die Verhandlung hat bereits stattgefunden. Nach dem Baubescheid werden wir sofort starten", sagt Bürgermeister Herbert Brunsteiner. Im Schuljahr 2021/22 sollen die Schüler einziehen.

Schwerpunkt auf Pädagogik

"Wir setzen als Bildungsland auch einen Schwerpunkt auf die Pädagogik, daher werden wir bei neuen Schulbauprojekten künftig mehr als bisher pädagogische Überlegungen einfließen lassen“, betont Haberlander. So wie bei der Neuen Mittelschule 1 in Schwanenstadt, die 2016 als sogenannte Clusterschule in Betrieb gegangen ist. Bei dieser Variante wird eine bestimmte Anzahl von Klassen und Gruppenräumen zu einem räumlichen Verbund zusammengefasst. Herzstück eines jeden Clusters bildet der sogenannte Marktplatz, der vielfältig genutzt werden kann.

Die Schwanenstädter Schule galt als Vorzeigeprojekt für die Clustervariante und verzeichnet dementsprechend großen Zulauf. "Wir haben zwei Klassen zu wenig. Im kommenden Schuljahr wird es sich noch ausgehen. 2020/21 werden wir aber ein Platzproblem bekommen", sagt Bürgermeister Karl Staudinger (ÖVP). Deshalb überlegt man bereits einen Zubau an der neuen Schule, die vor nicht einmal drei Jahren eröffnet wurde.

Zur Sache

– Im Bezirk Vöcklabruck fördert das Land OÖ derzeit 20 Schulbauvorhaben mit Herstellungskosten von insgesamt 61,6 Millionen Euro. Dazu kommen 19 Kindergärten mit einer Gesamtsumme von 12,2 Millionen Euro, acht Krabbelstuben mit Kosten von 2,1 Millionen sowie ein Hort mit rund 600.000 Euro. Damit umfasst das Bau- und Finanzierungsprogramm allein im Bezirk aktuell 48 Projekte mit einem Gesamtvolumen von rund 76,5 Millionen Euro. Zur Finanzierung beim Land angemeldet sind außerdem 18 Schulen, drei Horte, sieben Kindergärten sowie vier Krabbelstuben.
– Von 2016 bis 2018 wurden im Bezirk 29,6 Millionen Euro in Bau und Sanierung von 14 Pflichtschulen investiert. 8,8 Millionen Euro kosteten Maßnahmen in 31 Kindergärten und 3,6 Millionen in 16 Krabbelstuben.

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