Attersee: Drei gekenterte Segler in „letzter Sekunde“ aus Seenot gerettet

Eine aufmerksame Passantin erkannte jedoch das Unglück und informierte sofort die Polizei.
  • Eine aufmerksame Passantin erkannte jedoch das Unglück und informierte sofort die Polizei.
  • hochgeladen von Klaus Niedermair

VÖCKLABRUCK (red). Gegen 15.40 Uhr steuerte ein Mann aus Salzburg sein etwa sechs Meter langes Segelboot am Attersee von Unterach in Richtung Unterburgau. Mit ihm an Bord befanden sich ein 47-Jähriger aus Gräfelfing in Deutschland und ein Mann aus Steyr. Die Witterung auf See war unbeständig und der Wind wechselte oft die Richtung sowie die Stärke bzw. war mit unberechenbaren Windböen zu rechnen.

Starke Windböe erfasste das Boot

Der Salzburger hatte alle Segel gesetzt, wobei plötzlich eine sehr starke Windböe sein Boot bzw. die Segel erfasste. Er versuchte noch die sogenannten Vorschoten auszulassen, damit der Wind nicht mit voller Kraft in die Segel fährt, doch es war bereits zu spät. Das Boot kenterte und der Bootsführer sowie seine zwei "Leichtmatrosen" gingen über Bord.

Segler schwebten in Lebensgefahr

Da das Boot mit dem Kiel nach oben schwamm, konnten sie sich nur mit Mühe am nassen und rutschigen Kiel des Bootes festhalten und auf Rettung warten. Da der Unfall etwa 500 Meter vom Ufer entfernt war, bemerkten viele der Badegäste nicht, dass hier vermutlich drei Personen in höchster Gefahr schwebten. Eine aufmerksame Passantin erkannte jedoch das Unglück und informierte sofort die Polizei.

Lebensretter war sofort zur Stelle

Da sich die Bootsstreife Unterach jedoch zu diesem Zeitpunkt im Bereich Schörfling aufhielt, fuhr die Streife "Unterach 1" mit der zuvor verständigten Wasserrettung Unterach zum Unfallort. Zwischenzeitlich konnte der 51-Jährige, der alleine im Unfallbereich segelte, den Bootsführer sowie seine zwei Matrosen unverletzt retten.

Segelboot sank zehn Meter tief

Die Bootsbergung konnte nicht zu Ende geführt werden, da das gekenterte Segelboot während des Abschleppvorganges kippte und auf den Grund des Attersees, welcher an der Unfallstelle eine Tiefe von ca. zehn Meter aufweist, sank. Schließlich konnte das Segelboot mit Hilfe von Ballons unbeschädigt geborgen werden.

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