Blut wird zur Weihnachtszeit knapp

Werner Watzinger, Rotkreuz-Präsident Walter Aichinger, Bezirkshauptmann Martin Gschwandtner, Johannes Beer und Gerald Schuster mit einer Erstspenderin bei der Aktion in der Bezirkshauptmannschaft.
  • Werner Watzinger, Rotkreuz-Präsident Walter Aichinger, Bezirkshauptmann Martin Gschwandtner, Johannes Beer und Gerald Schuster mit einer Erstspenderin bei der Aktion in der Bezirkshauptmannschaft.
  • hochgeladen von Maria Rabl

BEZIRK (rab). Rund 50.000 Blutkonserven werden jährlich in ganz Oberösterrich benötigt, 4.715 davon wurden im Jahr 2016 im Bezirk Vöcklabruck bei 46 Aktionen gespendet. "Der Bezirk Vöcklabruck ist mit seinen 52 Gemeinden einer der wichtigsten Bezirke, wenn es um die Aufbringung von Blut geht", sagt Werner Watzinger, Kaufmännischer Leiter der Blutzentrale Linz.

Hierhin wird das Blut nach der Spende gebracht, getestet und ist am Folgetag ab etwa 16.30 Uhr einsatzbereit. Die Blutzentrale lagert die Konserven und verteilt sie an Krankenhäuser in ganz Oberösterreich. Das Blut ist jedoch nicht unbegrenzt haltbar: Es darf nur 43 Tage aufbewahrt werden. Meist kommt es bereits nach 11 bis 13 Tagen zum Einsatz, bei seltenen Blutgruppen schon nach zwei bis drei Tagen.

Motivation durch Vorbilder

"Die Versorgungssituation ist in Oberösterreich derzeit sehr gut. Wir bereiten uns jedoch schon auf die Grippewelle vor, die erfahrungsgemäß in der Weihnachtszeit beginnt", informiert Watzinger. In dieser Zeit gehe man von einer Reduktion der Blutspenden um etwa 10 bis 20 Prozent aus. "Das beginnt bereits, wenn es etwas kälter wird, die Leute sich erkälten und damit von der Blutspende ausgeschlossen sind. Die Grippewelle ist dann noch das Tüpfelchen auf dem i."

Damit es dann nicht zu einem Engpass kommt, sei es wichtig, die Menschen schon jetzt zur Blutspende zu motivieren. Deshalb organisierte Johannes Beer, Leiter der Sicherheitsabteilung der BH Vöcklabruck und der Rotkreuz-Bezirksstelle, vergangene Woche eine Blutspendeaktion in der Bezirkshauptmannschaft. "Wir haben dazu auch alle Mitarbeiter von öffentlichen Einrichtungen eingeladen", sagt Beer.

Neben der Vorbildwirkung sei besonders die Motivation von jungen Blutspendern wichtig, meint Bezirksrettungskommandant Gerald Schuster: "Man kann nie früh genug anfangen und sollte im Unterricht erklären, wie wichtig Blutspenden sind." Auch erfahrene Spender müsse man bei der Stange halten, wenn sie einmal abgelehnt wurden. "Wir bitten um Verständnis und erklären, dass der Schutz der Empfänger Vorrang hat", so Watzinger.

Zur Sache


Blut spenden kann jeder, der gesund und mindestens 18 Jahre alt ist. Zum Schutz der Empfänger gibt es einen Kriterienkatalog, wie lange man nach welchen Erkrankungen und Behandlungen von der Spende ausgeschlossen ist. Auch Auslandsaufenthalte, die ein Erkrankungsrisiko in sich bergen, sind ein Ausschlusskriterium.

Die nächsten Termine:
• Freitag, 15. Dezember: Volksschule Oberhofen
• Mittwoch, 27., Donnerstag, 28., und Freitag, 29. Dezember: Galerie Schloss Mondsee und Musikschule St. Georgen
• Mittwoch, 3. Januar: Pfarrsaal Unterach
• Freitag, 5. Jänner: Kulturzentrum Lenzing
jeweils von 15.30 bis 20.30 Uhr

Weitere Informationen unter Tel. 0732/777000-262 und online unter roteskreuz.at/ooe/blutspende

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