Forschungsprojekt
Bundesforste zählen die Fische

Mit dem Echolot wird der Fischbestand erhoben.
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  • Mit dem Echolot wird der Fischbestand erhoben.
  • Foto: ÖBf/Harald Ficker
  • hochgeladen von Maria Rabl

Der Reinanken- und Saiblingsbestand in den heimischen Seen wird wissenschaftlich untersucht.

ATTERSEE, MONDSEE. Eine ungewöhnliche Bootsfahrt zu nächtlicher Stunde unternehmen die Österreichischen Bundesforste (ÖBf) derzeit an elf heimischen Seen. In Zusammenarbeit mit dem Institut für Gewässerökologie und Fischereiwirtschaft des Bundesamtes für Wasserwirtschaft werden die Fischbestände von Reinanken und Seesaiblingen wissenschaftlich untersucht – so auch am Attersee und am Mondsee.

Echolot erfasst viele Daten

Neben fischbiologischen Basisdaten wie Länge, Alter, Geschlecht oder Laichreife werden Größe und Verteilung der Fischbestände über nächtliche Schallreflexionsmessungen (Echolot) erfasst. Ausgerüstet mit modernster Technik befahren die Experten die Gewässer mit einer Geschwindigkeit von nur fünf km/h und im vorgegebenen Zick-Zack-Kurs, um eine bestmögliche Fisch-Stichprobe zu erfassen.

Höhere Messgenauigkeit im Winter

„Zum Schutz vor Räubern sind einige Fischarten unter Tags in Schwärmen unterwegs oder halten sich am Seegrund auf. Bei einsetzender Dunkelheit lösen sich die Schwärme auf und die Fische steigen zur Nahrungssuche in höhere Wasserschichten auf“, erklärt ÖBf-Vorstand Rudolf Freidhager. Auch die Befahrung der Seen in den Wintermonaten dient allein der Messgenauigkeit: „Dann ist es am und im Wasser sehr ruhig. Die Fische bewegen sich langsam und die Seeoberfläche ist meist spiegelglatt.“

Schuppen mit Jahresringen

Die detaillierte Erhebung findet hingegen im Sommer statt. Mit Netzen fischen die Wissenschaftler eine kleine, möglichst repräsentative Stichprobe aus jedem See. Die Reinanken und Seesaiblinge werden gemessen, gewogen und auf Verletzungen oder Parasitenbefall untersucht. Ähnlich wie bei Bäumen kann das Alter von Reinanken anhand von Jahresringen auf den Schuppen bestimmt werden. Weil die Schuppen der Saiblinge zu klein sind, werden hier die Jahresringe der Gehörsteinchen gezählt.

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