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Chili-Zucht: Der Kick der Schärfe motiviert

Hobbyzüchter Franz Neuhuber aus Tiefgraben verrät: "Ich esse die Chilis täglich, zu beinahe allem, außer Mehlspeisen."
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  • Hobbyzüchter Franz Neuhuber aus Tiefgraben verrät: "Ich esse die Chilis täglich, zu beinahe allem, außer Mehlspeisen."
  • Foto: Neuhuber
  • hochgeladen von Christine Steiner-Watzinger

Die Bezirksrundschau sucht wieder den schärfsten Chili und lädt Züchter zum Wettbewerb ein.

BEZIRK (csw). Mit einem Schärfegrad von 13,6141 (1.602.147 Scoville) war der "Bhut Jolokia" von Franz Neuhuber aus Tiefgraben im Vorjahr der schärfste Chili im Bezirk Vöcklabruck. Oberösterreichweit landete er damit auf Platz fünf. Heuer will der Hobbyzüchter, der beruflich die Forensische Molekularbiologie an der Universität Salzburg leitet, mit der gleichen Sorte wieder mitmachen. "Mit Bhut Jolokia hat man eine sehr gute Ausgangsposition", erklärt Neuhuber. Dann müsse man die Basics der Chilizucht befolgen: großes Topfvolumen, keine Staunässe, warmer und geschützter Standort, mehrere Stunden direktes Sonnenlicht täglich und Trockenstress kurz vor der Ernte. Wichtig sei auch der richtige Dünger: "Das ist bei uns Erde aus dem eigenen Hühnergehege", so Neuhuber.

Zehn Chilistauden pflegt Neuhuber zur Zeit, zwei Jalapeno, eine Habanero und sieben Bhut Jolokia. "Ich esse die Chilis täglich, zu beinahe allem, außer Mehlspeisen", verrät Neuhuber. Mit der Zucht hat er erst vor drei Jahren begonnen. Was macht ihm daran Spaß? "Zu sehen, wie sie gedeihen, sich verändern und schlussendlich der Kick der besonderen Schärfe." Ein Spezialist in Sachen Chili ist auch Bezirksgärtnermeister Christoph Buttinger vom gleichnamigen Blumenhaus in Lenzing. In seinem Betrieb findet man rund 15 Sorten quer durch das Chilisortiment.

Immer mehr Kreuzungen

Was gibt es Neues auf diesem Sektor? "Chilis und Paprika werden durch Kreuzungen immer mehr durchmischt. Es entstehen Paprika mit Schärfe und mildere Chilis, aber auch Chilis mit höherem Dekowert", erklärt Buttinger. Relativ neu sei die Gruppe der Baumchilis. Diese Sorten müsse man genau beobachten, da nicht alle gute Erträge liefern würden. Der Vorteil: "Der Geschmack ist sehr fruchtig und die Sorten vertragen teilweise bis zu minus vier Grad."

Am besten ist, die Pflanzen nicht zu früh zu kaufen. "Der Chili braucht es warm und hell – er ist einfach vor den Eisheiligen beim Gärtner im Gewächshaus viel besser aufgehoben als beim Kunden im Garten", sagt Buttinger. Bei zu wenig Licht besteht auch die Gefahr von Lausbefall. Besonders wichtig ist für die Pflanze eine gute Nährstoffversorgung, also eine regelmäßige Düngung. "Beim Gießen ist es wichtig, dass sie keine Staunässe erleiden, das wäre für die Chilis tödlich."

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Die BezirksRundschau und die HTL Wels suchen den schärfsten Chili Oberösterreichs!
Und so wird es gemacht:
• Selbstgezogenen Chili trocknen: Um die Schärfe der Schoten zu bewahren, empfiehlt sich ein Vortrocknen in der Sonne, danach im Dörr-automaten vollständig trocknen (oder im Backrohr bei moderater Temperatur).
• Einsenden bis 17. Oktober: Achtung! Nur vollständig getrocknete Proben einsenden (Gefahr der Schimmelbildung), am besten in kleinen, wiederverschließbaren Plastiksäckchen verpackt.
HTBLA Wels, Abteilung für Chemieingenieurwesen, Kennwort: Chili, Fischergasse 30, 4600 Wels
• Formular ausfüllen:  Teilnahmeformular und Teilnahmebedingungen unter meinbezirk.at/scharfmacher downloaden und zusammen mit der Probe versenden.

Hobbyzüchter Franz Neuhuber aus Tiefgraben verrät: "Ich esse die Chilis täglich, zu beinahe allem, außer Mehlspeisen."
Bezirksgärtnermeister Christoph Buttinger


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