Seelsorge
Gedanken zu Ostern: Wir feiern das Leben

Sabine Kranzinger, Pastoralassistentin.
  • Sabine Kranzinger, Pastoralassistentin.
  • Foto: Stefan Lochschmidt
  • hochgeladen von Alfred Jungwirth

Sabine Kranzinger ist Pastoralassistentin in den Pfarren Timelkam, Lenzing und in Aurach am Hongar.

Jesus lebt – nur zwei kleine Worte, aber sie verändern alles. Es sind die unglaublichsten und zugleich die stärksten Worte der Bibel. Sie führen von der Verzweiflung zur Hoffnung, denn die Auferstehung erschüttert das Leben, auch das Leben von uns heute. Denn wenn die Auferstehung nicht bloße Idylle sein soll, sondern eine Erfahrung, die das Leben verändert, bleibt sie eine Provokation. Eine Herausforderung für unsere Lebenskonzepte. Es heißt, das Heil ist gekommen, aber damit auch die größte Misere, die man sich vorstellen kann: ein leeres Grab. Der Gedanke, dass der Tote fort ist, bedeutet entsetzliche Qualen. Der große Stein sollte das Grab für immer verschließen und damit auch die Welt der Lebenden von der Welt der Toten trennen. Alles kommt damit in Bewegung und das spüren wir auch heute noch. Bis heute feiern wir zu Ostern das Leben.

Ostern feiern trotz Corona

Wie klingt diese Botschaft für uns heute vor dem Hintergrund unseres Lebens und Alltags? Wahrscheinlich für jeden und jede von uns anders. Aus diesem Grund will ich das Osterfest, die Auferstehung nicht vorschnell an aktuelle Tragödien und Ereignisse knüpfen. Denn wie trist wird Ostern, wenn die Zusammenkunft der Gläubigen in der aktuellen Krise rund um Covid-19 nur als potenziell gefährlich für Leib und Leben eingestuft wird. Ostern wurde immer gefeiert und wir feiern es auch in diesem Jahr trotz Corona. Immerhin ist Ostern ein existenzieller Lebensgrund. In ganz Österreich haben die Diözesen Handreichungen für die Feier von Ostern zuhause in der Familie erarbeitet und in Radio und Fernsehen gibt es spezielle Sendungen. Aber erst wenn Ostern das Herz berührt, können wir uns selbst befreien. Wir leben in einer neuen Zeit mit neuen Regeln. Eine Zeit, die uns Einschränkungen, aber auch neue Wege und Möglichkeiten gebracht hat. Den Weg der Auferstehung, die Feier des Osterfestes können wir in diesem Jahr durch Jesus verbunden trotzdem gehen.

Das Fest des Lebens

Ostern ist das Fest des Lebens schlechthin. Die Symbole der Osternacht machen uns das auch deutlich. Das Feuer, das die Nacht erhellt, das Halleluja und die bunten Ostereier. Ein Zeugnis dafür, dass unser Gott ein Gott des Lebens ist, der will, dass wir „das Leben haben und es in Fülle haben“ (Joh 10,10). Damit ist die Feier der Osternacht eine Auflehnung gegen den Tod. Als Christinnen und Christen stehen wir auf der Seite des Lebens und genau das feiern wir in jedem Jahr mit dem Fest der Auferstehung Jesu.

In diesem Jahr mögen wir zwar etwas eingeschränkt sein, was die körperliche Gemeinschaft betrifft, aber wir können in unseren Familien gemeinsam, wenn auch mit Sicherheitsabstand, die Tage erleben und die Auferstehung spüren. Wir können uns freuen, dass Jesus seinen Weg gegangen ist. Wir leben in einer für uns alle schweren Zeit, aber wer ein Ziel vor Augen hat, kann auch etwas daraus machen. Schauen wir auf unseren eigenen Lebensweg, worauf wir stolz sind, was uns glücklich macht oder was wir an unserem Lebensstil verändern wollen.

Ein – wie im Moment – erzwungener Einschnitt in unseren Alltag kann auch ein Neustart sein. Ein Rückblick auf das, was wir bekommen, aber nie wirklich geschätzt haben. Vielleicht ist genau jetzt der richtige Zeitpunkt, froh und dankbar für so vieles zu sein. Nehmen wir uns die Zeit, um mit Gott zu reden, alte Bekannte, Freunde anzurufen oder einmal ein Selbstgespräch zu führen. Nehmen wir uns die Zeit und schauen um uns herum, wie schön unsere Welt eigentlich ist. Jetzt ist die Zeit, um vieles wieder gutzumachen.

Erkennen, was wichtig ist

Der Ostermorgen bricht herein, er bricht herein inmitten allen Leids, aller Krankheit, aller Ängste, aller Trauer. Ostern trotzt aller Wirklichkeit und Einschränkung und wir legen Zeugnis ab von der größten Hoffnung, die in uns ist „Jesus, der Herr ist wahrhaft auferstanden“. Reißen wir unsere Fenster auf und begrüßen wir den Frühling. Beschenken wir unsere Kinder und zelebrieren wir unser Osteressen.

Erleben wir in diesem Jahr, in unserer Zeit eine neue Auferstehung. Machen wir unsere Augen auf und nutzen wir unsere Möglichkeiten. Gemeinsam mit Gott und miteinander können wir es schaffen, können erkennen, was wirklich wichtig ist.

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