Brauchtum
Glöcklerlauf in Schörfling

der Achterlauf der Glöcklerpass aus Kammer...
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Nachdem im Vorjahr der Glöcklerlauf in Schörfling wegen starkem Schneesturm kurzfristig abgesagt werden musste, konnte heuer wieder dieses schöne Brauchtum abgehalten werden.

SCHÖRFLING. Bei Einbruch der Dunkelheit wurde schon von Haus zu Haus gezogen. Zwischendurch gab es auch Stärkung zur Aufwärmung und dann am späten Abend zogen alle Passen aus den verschiedenen Ortsteilen in den neuen schön beleuchteten Marktplatz von Schörfling ein.
Nach 5 Böllerschüssen begann der farbenprächtige Reigen rund um den von den vielen Zuschauern eingesäumten Marktplatz. Der aus Schörfling stammende ORF-Moderator Günther Hartl stellte die 7 Passen mit den vielen kleinen und großen Kappenträgern vor, die dann zweimal unter viel Applaus mit den verschiedenen Formationstänzen um den Platz zogen.

Veranstaltet und 1981 wiederbelebt vom hiesigen Verschönerungsverein wird diese alte schöne Tradition hochgehalten und ist nicht nur bei den Einheimischen sondern auch bei vielen Gästen der Tourismusgemeinden rund um den Attersee äußerst beliebt.

Die Geschichte des Schörflinger Glöcklerlaufs geht allerdings laut Aufzeichnungen bis 1904 zurück und dürfte von Ebensee ausgegangen sein, wo der Glöcklerlauf inzwischen zum immateriellen Kulturerbe erklärt wurde.

Bei den Glöcklern und inzwischen auch Glöcklerinnen, handelt es sich um Schönperchten, das sind gute Lichtgeister, welche die bösen Rauhnachtsgeister endgültig vertreiben sollen.
Mit ihren farbenprächtigen, kunstvoll gearbeiteten, von Kerzen oder LED-Lampen hell leuchtenden Glöcklerkappen bieten sie ein wunderbares Bild, wenn die dunkle Nacht erhellen.
Sie sind die Lichtbringer, welche nach altem heidnischen Glauben die Dunkelheit und Kälte durch Licht und Wärme besiegen. Das Klingen der Glocken und der Rhythmus ihrer Schritte soll das unter der Schneedecke liegende Getreide aufwecken und zum Wachsen bringen.

Die in vielen Arbeitsstunden aufwendig gestalteten Kappen aus Holzgestellen und färbigem Papier zeigen oft religiöse Figuren oder Motive aus dem Alltagsleben mit schöner Ornamentik oder auch Bauwerke aus den Herkunftsorten der Passen und können je nach Größe bis zu 20 kg wiegen.

Der Glöcklerlauf wie auch das Sternsingen sind schöne Bräuche zu Jahresbeginn, bevor es dann in die närrische Zeit des Faschings geht ...

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