Großprojekte tun der Wirtschaft gut

Nach der Fertigstellung des Seniorenheimes Ende des Jahres macht man sich in Vöcklabruck mit dem Schulcampus gleich an das nächste Großprojekt.
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  • Foto: Stadtgemeinde
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BEZIRK (ju). Besonders rege Bautätigkeit herrscht in der Bezirksstadt Vöcklabruck. Das neue Seniorenheim am Pfarrerfeld – Gesamtkosten 14,8 Millionen Euro – ist Ende des Jahres bezugsfertig.
Und schon wird in der Stadt am nächsten Großprojekt getüftelt: Bis Mai soll der Sieger des Architektenwettbewerbes für den Schulcampus auf dem ehemaligen Krankenhaus-Areal in der Schubertstraße feststehen. Dieser wird die Pestalozzischule, die Polytechnische Schule und vier Klassen der Volksschule II umfassen. Für Grundkauf, Wettbewerb, Planung und Projektsteuerung sind im Budget 2017 rund 3,2 Millionen Euro veranschlagt. Mit dem Baubeginn ist 2018 zu rechnen. Ebenfalls auf dem Areal befindet sich das Offene Kulturhaus (OKH) in der Hatschekstiftung, wo neben dem Vöcklabrucker Jugendzentrum "youX" auch das Offene Technologielabor "Otelo" ein neues Zuhause finden wird.

Gesundheitszentrum neu

Bereits in wenigen Wochen erfolgt der Spatenstich für den Neubau der OÖ. Gebietskrankenkasse. Das Vöcklabrucker Gesundheitszentrum mit Kundenservice entsteht in unmittelbarer Nachbarschaft zum Schulcampus und zum Finanzamtsgebäude. Die Gesamtkosten betragen rund 18,4 Millionen Euro.
Ein kleines, feines Gesundheitszentrum entsteht in der Nachbargemeinde Ungenach. Darin untergebracht sind eine Arztpraxis für Allgemeinmedizin sowie eine Physiotherapie. Auch mehrere Wohnungen befinden sich in dem Gebäude. "Die offizielle Eröffnung ist am 30. April vorgesehen", sagt Bürgermeister Johann Hippmair.

"Leben im Rainerpark"

Ein Gesundheitszentrum ist auch der nächste Schritt bei der Bebauung des ehemaligen Joka-Areals im Zentrum von Schwanenstadt. Nach der Fertigstellung der "Federnfabrik" mit Büros und Wohnungen wird jetzt am Gesundheitszentrum geplant. Der Baubeginn soll noch in der ersten Jahreshälfte 2017 erfolgen. Unter dem Titel "Leben im Rainerpark" ist das rund 17.000 Quadratmeter große Grundstück im Graben auch als neuer Standort für das Seniorenheim der Stadt ins Auge gefasst.
In Seewalchen am Attersee fällt im Sommer endlich der Startschuss für den langersehnten Neubau der Volksschule. Knapp sieben Millionen Euro wird dieses Großprojekt kosten. Während der Bauzeit von eineinhalb bis zwei Jahren sind die Schüler in Containerklassen untergebracht.
Große Pläne gibt es auch in der Gemeinde Attersee: Hier soll ein multifunktionales Kommunalgebäude das in die Jahre gekommene Gemeindeamt ersetzen. Den Baufortschritt will man dabei so steuern, dass das noch nicht vollständig ausgebaute Gebäude für die Landesausstellung 2020 als Ausstellungszentrum genutzt werden kann. Als idealer Standort gilt der westliche Teil des Landungsplatzes.

Große Unternehmen investieren fleißig

Der Faserhersteller Lenzing und die Stiwa Group investieren kräftig in ihre Standorte in der Region. Bereits im August 2016 hatte Lenzing den Ausbau der Kapazitäten für Spezialfasern um 35.000 Tonnen bis Mitte 2018 bekanntgegeben. Davon entfallen Investitionen von rund 30 Millionen Euro auf den Standort im Bezirk. Weitere 60 Millionen Euro lässt sich der Leitbetrieb die Modernisierung des bestehenden Faserzellstoffwerkes in Lenzing kosten. Insgesamt 24 Millionen Euro investiert die Stiwa Group bereits seit dem Vorjahr in die Erweiterung des Standortes Attnang-Puchheim. Damit werden vorwiegend die Kapazitäten im Geschäftsbereich Automation erweitert. Hier stellt die Gruppe flexible Hochleistungsmontageanlagen her und entwickelt Software- und Produktlösungen für die intelligente Fertigungsautomation.

Autor:

Alfred Jungwirth aus Vöcklabruck

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