Immer weniger Paare sagen „Ja“

BEZIRK (sc). Der Bezirk liegt beim Rückgang der Eheschließungen weit über dem Oberösterreich-Durchschnitt von minus 0,6 Prozent, wie die Statistik Austria ermittelte. In Puchkirchen fand im Vorjahr gar keine Hochzeit statt, in Oberhofen und Fornach nur jeweils eine.
In der Bezirkshauptstadt Vöcklabruck und in Mondsee ist von diesem Trend nichts zu bemerken. Im Gegenteil: Hier trauen sich viele aufs Standesamt. 248 Paare gaben sich im Vorjahr in Mondsee das Ja-Wort – um zehn mehr als 2010. Und wie sieht es 2012 aus? „Für heuer haben schon mehr als 200 einen Termin reserviert“, sagt Josef Wendtner, der dort seit 38 Jahren Standesbeamter ist. Derzeit führt er jedes Wochenende zehn bis 15 Trauungen im Fürstenzimmer durch. Mehr als 250 pro Jahr sollten es nicht werden: „Lieber weniger, und alle sind zufrieden.“
„Bei uns ist die Tendenz steigend“, sagt Johann Fally, Leiter des Standesamtes Vöcklabruck. 43 Brautpaare sagten 2011 hier Ja zueinander, 2010 waren es 37. „Sie werden bei uns gut betreut, Musikwünsche werden erfüllt, zu zahlen ist nur die normale Trauungsgebühr. Die Anmeldungen heuer sind sehr erfreulich“. Während nach Mondsee Menschen aus aller Welt kommen, um sich hier zu vermählen, sind es in Vöcklabruck in erster Linie Einheimische, die hier aufs Standesamt gehen. „Vöcklabrucker oder Paare, die in Wien studieren und daheim heiraten wollen“, so Fally. Ansturm an besonderen Tagen, wie etwa dem 12.12.2012, gäbe es keinen.
Große Zurückhaltung herrscht im Bezirk bei den Verpartnerungen. Seit 1. Jänner 2010 besteht die Möglichkeit für gleichgeschlechtliche Paare, ihre Partnerschaft bei der Bezirkshauptmannschaft eintragen zu lassen. 2011 nahmen diese Möglichkeit nur zwei Paare wahr, österreichweit waren es 433. Heuer ließen sich bis jetzt ein schwules und ein lesbisches Paar eintragen. „Anfragen gibt es nur ab und zu“, erklärt der Beamte Berthold Reiter.

Feiern kleiner, aber exklusiver
UNTERACH (sc). Die Hochzeit soll der schönste Tag im Leben verliebter Menschen sein. Darum muss sie gut geplant werden: „Ein bis eineinhalb Jahre vorher sollte man damit beginnen“, erklärt Ingrid Loss von der Hochzeitswerkstatt in Unterach. Sie hilft auch bei der Wahl der richtigen Location: Denn geheiratet wird immer öfter an besonderen Orten: auf einem Schiff am Attersee, im Schloss Kammer, in Mondsee, in Schloss Orth oder auf Almen wie der Eisenau.
Die Hochzeit wird immer mehr zu einem Event“, sagt Loss. Der Trend gehe derzeit zu etwas kleineren Hochzeiten mit 60 bis 100 Personen. „Dafür wird exklusiver gefeiert“, erklärt die Wedding-Plannerin. Schöne Einladungen, Rahmenprogramm oder Feuerwerk inklusive. In ist es auch, dass sich ein Brautpaar ein Thema überlegt. Das könne eine Farbe sein, die sich durchziehe, oder ein Motto wie etwa „Reisen“. Als Einladung zum Fest gibt‘s dann eine Bordkarte. Rund 40 Prozent der Paare würden kirchlich heiraten, der Rest nur standesamtlich, so Loss. Immer mehr wollen aber dennoch das feierliche Ambiente, wie es in der Kirche herrscht, einfangen. Sie veranstalten eine Zeremonie im eigenen Garten, am See oder in einem schönen Hotel, bei der ein freier Redner zum Einsatz kommt. Vor ihm wird dann noch einmal „Ja“ gesagt. Seit einigen Jahren gäbe es diese Feiern auch in Österreich, erklärt Loss.
Weitere Trends: „Man geht weg von den Tauben hin zu Schmetterlingen“, erklärt die Hochzeitsplanerin. Beim Kuchen seien amerikanische „Wedding Cakes“, bei denen es hauptsächlich aufs Styling ankomme, sowie „Cupcakes“ in. Als Dank bekämen die Gäste immer öfter kleine Geschenke.

Autor:

Christine Steiner-Watzinger aus Vöcklabruck

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