Polizei
Jugendliche betrieben regen Handel mit Suchtgift

Die Polizei forschte im Raum Vöcklabruck wieder jugendliche Suchtgiftdealer aus.
  • Die Polizei forschte im Raum Vöcklabruck wieder jugendliche Suchtgiftdealer aus.
  • Foto: Ewald Fröch/Fotolia
  • hochgeladen von Alfred Jungwirth

Ein 14-Jähriger soll Cannabis vorwiegend an Minderjährige verkauft haben. Als einen mutmaßlichen Lieferanten forschte die Polizei einen 17-Jährigen aus.

BEZIRK. Die Polizei war den jugendlichen Suchtgifthändlern seit Ende Jänner 2019 auf der Spur. Damals war ein 15-Jähriger bei einer Kontrolle beim Bahnhof in Vöcklabruck mit einer geringen Menge Marihuana erwischt worden. Bei den weiteren Ermittlungen stellte sich heraus, dass er das Suchtgift von einem 14-Jährigen aus dem Bezirk Vöcklabruck gekauft hatte. Laut Polizei habe sich gezeigt, dass der 14-Jährige schon seit Juli 2018 Cannabiskraut gewinnbringend an vorwiegend Minderjährige verkauft haben dürfte. "Darunter auch 13-Jährige", so die Ermittler. Insgesamt konnten 13 Abnehmer ausgeforscht werden.

Suchtgift auf offener Straße verkauft

"Es besteht jedoch der Verdacht, dass die Dunkelziffer der Abnehmer deutlich höher liegt, da der 14-Jährige das Suchtgift auch auf offener Straße an ihm unbekannte Personen verkaufte", informiert die Polizei. Nach der Einvernahme sämtlicher Abnehmer wird der 14-Jährige beschuldigt, von Juli 2018 bis 24. Jänner 2019 mehr als 550 Gramm Marihuana verkauft zu haben.

Lieferanten im Alter von 14 und 17

Das Suchtgift bezog er unter anderem von einem damals 14-jährigen afghanischen Asylwerber, der bereits wegen Suchtgifthandels inhaftiert ist. Er bekam es aber auch von einem 17-jährigen afghanischen Asylwerber aus dem Bezirk Vöcklabruck, der Mitte 2018 bereits in einen Suchtgifthandel in involviert war. Damals war es zur Festnahme von drei Asylwerbern gekommen. Der 17-Jährige wird verdächtigt, den Cannabishandel nach deren Inhaftierung übernommen zu haben. Er zeigte sich geständig, von Juli 2018 bis 24. Jänner 2019 eine Menge von 150 Gramm Marihuana an den 14-Jährigen verkauft zu haben. Auch habe er den jüngeren Jugendlichen als seinen  Laufburschen engagiert, um so schnell und ohne unnötigen Aufwand an Geld zu kommen. Darüber soll der 17-Jährige weitere bekannte Personen mit Suchtgift versorgt haben. Die Beteiligten wurden bei der Staatsanwaltschaft Wels angezeigt.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen