Landwirtschaft
Keine Coronapause

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Corona hin oder her, die Medien überschlagen sich täglich mit diesem Thema und nehmen alle samt Politik in Geiselhaft, aber für die Landwirtschaft gibt es keine Pause und auch keine Kurzarbeit, anstehende jahreszeitlich bedingte Arbeiten müssen trotzdem erledigt werden und dulden oft keinen Aufschub. Ob Stallarbeit, Betreuung der Tiere oder dringende Feldarbeiten, das schöne Wetter muss genutzt werden. Solange die Vegetation der Wiesen noch nicht voll eingesetzt hat, können auch noch notwendige Drainagearbeiten oder auch Holzschlägerungen durchgeführt werden, um dadurch entstehende unvermeidliche Flurschäden möglichst gering zu halten
So haben die letzten Stürme nicht nur in den Wäldern im Hausruck, sondern auch entlang der Bäche wieder etliche Bäume umgelegt oder auch an andere angelehnt. Wie auch entlang des Redlbaches in Ottnang mehrere Silberpappeln davon betroffen wurden. Diese Pappeln wurden in den 60er Jahren angesetzt und haben sich durch genügend Bodenfeuchtigkeit durch die Bachnähe prächtig entwickelt. Mit einer Höhe über 30 Meter, einem Stammdurchmesser von durchschnittlich 1,20 und einem Umfang von 3,50, stellen sie selbst für erfahrene Forstleute eine Herausforderung dar. Dazu kommt , dass diese schlagreifen Pappeln mit diesem Alter bereits zur inneren unsichtbaren Fäulnis neigen und daher auch zum Sicherheitsrisiko werden.

Nicht jeder Landwirt hat selbst eine Seilwinde oder eine entsprechende Motorsäge mit einem 50cm Schwert zur Verfügung. In diesem Fall macht sich eine gute Nachbarschaftsbeziehung bezahlt, noch dazu, wenn es sich dabei auch um erfahrene Waldbauern handelt.

Denn die Gefahr einen aufgehängten Baum gleichzeitig mit dem noch stehenden zu schneiden ist offensichtlich und daher höchstgefährlich, aber es war in diesem Fall die einzige Möglichkeit, da der angelehnte Baum zu schwer zum Wegziehen war. Hunderte Forstunfälle aber jährlich zeigen auf, wie gefährlich solche Arbeit sein kann.

Aber mit gebotener Vorsicht und unter Beobachtung dritter Personen durchaus machbar, wie man in diesem Fall sehen kann. Nach dem Fallkerb, ein mittiger "Herzstich" und dann vorsichtig von hinten und seitlich der Fällschnitt ohne die Bruchleiste zu durchschneiden und bei plötzlicher Vergrösserung der Schnittfuge schnell in sichere Deckung gehen. Wobei herabfallende dürre Ästen noch zu berücksichtigen wären und die Gefahr noch vergrössern.

Aber die ganze Aktion ist Gottseidank gut verlaufen und nach einem kurzen Abcheck mit einem Holzhändler, konnten die dicken Stämme auf Meterlänge geschnitten werden, da für dieses minderwertige Pappelholz derzeit kein Markt besteht und daher aufwendig zu Brennholz verarbeitet werden muss.

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