Mord
Kriminalfall Martina Posch "Wir geben nicht auf"

Norbert Blaichinger (r.) mit Herbert B., dem damaligen Freund von Martina Posch.
  • Norbert Blaichinger (r.) mit Herbert B., dem damaligen Freund von Martina Posch.
  • Foto: Steiner-Watzinger
  • hochgeladen von Christine Steiner-Watzinger

Herbert B. und Norbert Blaichinger wollen wieder Bewegung in den ungeklärten Mordfall bringen.

VÖCKLABRUCK (csw). "Wenn die Polizei glaubt, dass das Thema niemanden mehr interessiert, ist das eine Fehleinschätzung", sagt Norbert Blaichinger. Der Autor aus Zell am Moos hat in den vergangenen 34 Jahren mehrere Artikel und Bücher über den ungeklärten Mordfall verfasst und so den damaligen Freund Martina Poschs kennengelernt. Herbert B. trat mit Blaichinger nun an die Öffentlichkeit.

Neue Hinweise

Denn auch 34 Jahre nach dem Mord kommen immer wieder neue Hinweise aus der Bevölkerung. So meldete sich vor ein paar Monaten ein 70-Jähriger bei Blaichinger, der zur betreffenden Zeit einen Mann gesehen haben will, der ein Paket in den Mondsee warf. "Ich habe den Hinweis an die Polizei weitergeben, aber bisher ist nichts passiert", ärgert sich Blaichinger. "Die Polizei soll hinfahren und mit ihm reden", fordert auch Herbert B. Er wohnt mit seiner Familie in Vöcklabruck, der Mord beschäftigt ihn immer noch. Zu viel sei in diesem Fall ungeklärt. Martina Posch ist am Morgen des 12. November 1986 in Vöcklabruck spurlos verschwunden. Ihre Leiche wurde zehn Tage später – eingewickelt in eine Plastikplane – im Mondsee gefunden. "Es gibt keinen Beweis, dass sie überhaupt das Haus verlassen hat", erklärt Herbert B. Es sei nie der Frage nachgegangen worden, ob es vielleicht im Haus zu einem Streit gekommen sei, der eskalierte. Die Polizei sei von Beginn an davon ausgegangen, dass Martina einen geheimnisvollen Liebhaber hatte, der sie im Auto mitnahm. Diese These nährte auch ein Urlaubseintrag, der für den Tag des Verschwindens auf Martinas Bürokalender stand. Nur wurde nicht untersucht, ob der handschriftliche Urlaubseintrag auch von Martina stammte.

Harte Kritik an Ermittlungen

"Wenn man den Kriminalfall Martina Posch als einen der mysteriösesten in Österreich bezeichnet, sollte man dazu sagen, dass er von Pannen und Ermittlungsfehlern begleitet ist", so Blaichinger. Der Kalender wurde nicht aufbewahrt, der Pullover, den Martina am Tag ihrer Tötung trug, und die Plastikplane seien während der Ermittlungen verschwunden.

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