Rückhalt in der Gemeinde
Vöcklamarkt: Familie aus der Ukraine droht Abschiebung

Igor und Julia Shpahniev hoffen, mit ihren Kindern Gleb, Jegor und Amina in Österreich bleiben zu können
  • Igor und Julia Shpahniev hoffen, mit ihren Kindern Gleb, Jegor und Amina in Österreich bleiben zu können
  • Foto: Shpahniev
  • hochgeladen von Alfred Jungwirth

Vöcklamarkter kämpfen um den Verbleib der ukrainischen Familie Shpahniev und fordern eine neue Prüfung des Falls.

VÖCKLAMARKT. Nach ihrer Flucht aus der Ostukraine leben Igor und Julia Shpahniev mit ihren Kindern Gleb und Jegor seit September 2015 in Vöcklamarkt. Die zweijährige Amina wurde in Österreich geboren. Nach einem negativen Asylbescheid droht der in der Gemeinde gut integrierten Familie jetzt die Abschiebung. Dagegen regt sich in Vöcklamarkt massiver Widerstand.

Vater fürchtet um sein Leben

"Bis 20. Jänner haben sie die Möglichkeit, freiwillig auszureisen", sagt Franz Gebetsberger. Eine Rückkehr in die Ukraine komme für Vater Igor aber einem Todesurteil gleich. Gebetsberger begleitet und unterstützt die Familie Shpahniev seit mehreren Jahren als Vertrauensperson und will nichts unversucht lassen, um doch noch eine Wendung herbeizuführen. "Es geht uns nur darum, dass das neu geprüft wird", betont Gebetsberger. Er übt Kritik an den Verfahrensmethoden. Der Familienvater Igor sei bei der Anhörung gar nicht dazu gekommen, seine Fluchtgründe zu schildern. "Ich fordere nichts anderes, als dass diese Familie genauso wie andere eine faire Anhörung bekommt und dabei auf die persönliche Verfolgung des Ehepaares Shpahniev eingegangen wird", schrieb Franz Gebetsberger an Bundespräsident Alexander Van der Bellen.

Die Unterstützung aus der Bevölkerung ist groß. Hinter der Familie steht neben Pfarre und Gemeinde auch die Neue Mittelschule, die der ältere der beiden Buben besucht. "Gleb ist der Jahrgangsbeste in unserer Schule und außergewöhnlich begabt und höflich – ein Paradebeispiel für perfekte Integration", betont Direktor Franz Gilhofer. "Wir haben Angst um ihn und möchten ihn auf keinen Fall verlieren. Er unterstützt und hilft uns beim Lernen", sagen Glebs Mitschüler.

Große Demo am Samstag

Nach Mahnwachen rufen die Unterstützer zu einer großen Demonstration am Samstag, 18. Jänner, um 17 Uhr vor der Pfarrkirche in Vöcklamarkt auf.

Autor:

Alfred Jungwirth aus Vöcklabruck

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