Bezirk ist in Wien stark vertreten

Angelika Winzig, Doris Margreiter, Gerhard Kaniak und Daniela Holzinger-Vogtenhuber (v.l.) werden ins Parlament einziehen.
  • Angelika Winzig, Doris Margreiter, Gerhard Kaniak und Daniela Holzinger-Vogtenhuber (v.l.) werden ins Parlament einziehen.
  • Foto: Arnold Burghardt, ÖVP, SPÖ, fotoart.at, Vogtenhuber
  • hochgeladen von Alfred Jungwirth

BEZIRK (ju). Nationalratswahl 2017: SPÖ 25,03 %, ÖVP 32,41 %, FPÖ 27,95 %, Grüne 3,69 %, Neos 4,64 %, Pilz 4,05 % – so lautet das Bezirksergebnis inklusive Wahlkarten. Vier Abgeordnete werden den Bezirk Vöcklabruck künftig im Parlament vertreten. Angelika Winzig (ÖVP) aus Attnang-Puchheim und die Gampernerin Daniela Holzinger-Vogtenhuber, früher SPÖ und jetzt Liste Peter Pilz, haben bereits Erfahrung im Hohen Haus. Neu einziehen werden Doris Margreiter (SPÖ), Attnang-Puchheim, und Gerhard Kaniak (FPÖ) aus Schörfling, die auf den Parteilisten im Hausruckviertel beide an zweiter Stelle gereiht waren.
"Ich freue mich über diese starke Zustimmung. Mit 27,95 Prozent liegen wir im Bezirk deutlich über dem Landes- und Bundesergebnis", spricht Kaniak von einem klaren Wählerauftrag. Besonders freut es ihn, dass er im Wahlkreis 1.150 Vorzugsstimmen bekommen hat. Was den möglichen Koalitionspartner betrifft, hat er keine Präferenz. "Mir geht es um die Sache und um Inhalte. Wichtig ist daher, dass wir als FPÖ unsere Positionen in einem Regierungsübereinkommen wiederfinden", sagt Kaniak.

Gesundheit und Sicherheit

Auf die Arbeit im Parlament freut sich der selbstständige Apotheker. Seine Schwerpunkte sind der Bereich Gesundheit, "aber auch Sicherheit und eventuell Familienpolitik". Apropos Familie: "Mein Lebensmittelpunkt wird auch weiterhin Schörfling sein. Da werde ich künftig halt sehr viel pendeln müssen", so der Vater zweier Töchter.
Für die SPÖ wird Doris Margreiter ins Parlament einziehen. Trotz des Erreichens des Mandats gehe es ihr aber nicht gut. "Ich hätte mir beim Ergebnis schon mehr erhofft. Im Bezirk sind wir auch hinter die FPÖ zurückgefallen", sagt sie. Dass die SPÖ bundesweit mit einem "blauen Auge" davongekommen ist, sei ihr zu wenig. Das Positive neben dem Mandat: "Wir sind im Wahlkampf im Bezirk wieder stark zusammengewachsen." Insgesamt sieht sie innerhalb der SPÖ großen Handlungsbedarf. In der Opposition könne die SPÖ wieder zu ihrer Stärke zurückfinden, ist die künftige Abgeordnete überzeugt. Sie möchte sich in den Bereichen Wirtschaft, Finanzen und Bildung sowie auch Frauen und Familie einbringen.

Dreier vor dem Ergebnis

"Mein Ziel war ein Dreier vor dem Ergebnis und das haben wir deutlich erreicht", freut sich VP-Nationalratsabgeordnete Angelika Winzig, Listenerste im Hausruckviertel. Der große persönliche Einsatz habe sich gelohnt, was sich auch in 4.875 Vorzugsstimmen im Wahlkreis niedergeschlagen habe. Übermütig werden dürfe man ob dieses Wahlsieges aber nicht. "Jetzt geht’s in die Koalitionsverhandlungen und dabei ist auch Rot/Blau nicht ganz unwahrscheinlich." Ihre Prioritäten: "Strukturreform, Entbürokratisierung und keine neuen Schulden."
Nach ihrem Aus in der SPÖ besetzt Daniela Holzinger-Vogtenhuber künftig ein Mandat auf der Liste Peter Pilz. "In meiner politischen Arbeit wird sich nichts ändern. Ich werde weiterhin Dinge aufzeigen, offen aussprechen und die Meinung des Volkes wiedergeben", kündigt die Gampernerin an.

Aus für Grüne und für Steinbichler

Für die Grünen hat es auf Bundesebene nicht für den Einzug ins Parlament gereicht. "Das ist nicht ganz überraschend gekommen", sagt Bezirkssprecherin Claudia Hauschildt-Buschberger. In der Vergangenheit seien viele Fehler gemacht worden. Sie sieht diese Niederlage als Chance, "dass kritische Stimmen wieder mehr gehört werden." Die Gemeindegruppen als Basis müssen wieder mehr gestärkt werden. Im Bezirk sei man hier gut unterwegs, so Hauschildt-Buschberger. Keinen Sitz im Hohen Haus gibt es mehr für den Ex-Team-Stronach-Mandatar Leo Steinbichler, der für die "Weißen" angetreten war. "Meine politische Arbeit geht aber ganz normal weiter", kündigt er an.

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