Kaniak (FPÖ) zieht Bilanz
Mehr Geld für Ärzte und Polizei

Gerhard Kaniak ist seit einem Jahr im Nationalrat.
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  • Foto: fotoart.at
  • hochgeladen von Maria Rabl

SCHÖRFLING. "Wir haben vielleicht 70 oder 80 Prozent von unseren Vorhaben erreicht", sagt Gerhard Kaniak. Der Schörflinger wurde vor einem Jahr für die FPÖ in den Nationalrat gewählt. Obwohl im Regierungsprogramm einige Kompromisse und Zugeständnisse an die ÖVP notwendig gewesen seien, freut er sich über ein erfolgreiches erstes Jahr. Vor allem die Reform der Sozialversicherungen begrüßt der Apotheker und FPÖ-Politiker.

Rücklagen für niedergelassene Ärzte

"Der Bezirk Vöcklabruck ist exemplarisch für den Handlungsbedarf", meint Kaniak. Durch den Ärztemangel im niedergelassenen Bereich verlagere sich die medizinische Versorgung ins Spital, was viel teurer sei. "Drei Viertel der Fälle in der Notaufnahme könnten auch im niedergelassenen Bereich versorgt werden." Nach der Zusammenlegung der Gebietskrankenkassen könnten jene 500 Millionen Euro an Rücklagen, die in Oberösterreich bisher angespart wurden, als Förderungen und Anreize für niedergelassene Fachärzte und Allgemeinmediziner verwendet werden.

"Hausapotheke ist zynisch"

Von Hausapotheken als Anreiz hält Kaniak hingegen nichts: "Statt die Ärzte zu fragen, was sie brauchen, um mit ihrer Arbeit ein Auslangen zu finden, bieten wir ihnen einen Nebenverdienst an – das ist höhnisch und zynisch." Stolz ist Kaniak auch auf die Senkung der Beiträge für die Arbeitslosenversicherung für niedrige Einkommen: "Weil wir derzeit weniger Arbeitslose haben, bleibt in absoluten Zahlen trotzdem mehr Geld pro Arbeitslosem übrig."

Mehr Polizisten in St. Georgen

Als Beispiel, dass er auch konkret für den Bezirk etwas verändern kann, nennt Kaniak die Polizeiinspektion St. Georgen. Hier wurde ihm zugetragen, dass sich die Bevölkerung zusätzliche Polizisten wünsche. "Ich habe mir die Situation gemeinsam mit Sicherheitslandesrat Elmar Podgorschek angesehen und die Information nach Wien gebracht", erzählt Kaniak. "Innerhalb von zwei Wochen wurde so eine zusätzliche Vollzeitstelle geschaffen."

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