Tierisches
Besuch aus dem hohen Norden

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Rentiere assoziiert man üblicherweise mit den skandinavischen Ländern. Bilder von grossen Rentierherden aus dem schneebedeckten Lappland hat man da gleich von TV Reportagen im Kopf. Oder aber meist zu Weihnachten die teilweise kitschigen Bilder von Schlitten mit Rentieren und Santa Claus oder dem Christkind.
Beim alljährlichen Durchforsten meines Papierkrams kommt mir ein Foto von meinem verstorbenen Onkel Franz G. unter, auf dem er mit Rentieren zu sehen ist. Er war im 2. Weltkrieg im hohen Norwegen stationiert, wo die deutschen Invasoren auf das norwegische Eisenerz für die Rüstungsindustrie scharf waren.

Jedenfalls, wie verwerflich auch immer, die Rentiere wecken auch mein Interesse. Wo gibt es in der Nähe, wenn überhaupt welche dieser nordischen Exoten ? Das Internet weiss hier wieder fast alles.
Die Rentiere sind für die Lappländer wichtige Tiere, teils auch Lebensgrundlage der nomadischen Samen. Aber sie sind auch interessant für Liebhaber exotischer und für unsere Breitengrade ungewöhnlicher Tiere.
Die Rentiere sind zwar reine Grasfresser, brauchen aber auch Flechten und Moose. Das erschwert die Fütterung in der Gehegehaltung und auch die höheren Temperaturen in Mitteleuropa können zu Problemen führen.
Nichts desto trotz gibt es mehrere Rentierhalter auch in Oberösterreich, die aus Liebe zu diesen meist zutraulichen Tieren, diese Schwierigkeiten gern auf sich nehmen.
So gibt es seit kurzem in der Nähe von Schwanenstadt und auf der Hirschalm im Mühlviertel einige Exemplare mit diesem typischen nordischen Flair. Aber auch im Alpenzoo Salzburg werden Waldrens gehalten und im Zoo Schönbrunn gibt es auch Rentiere zu sehen.
Das Geweih der Waldrens ist weniger ausladend, um leichter durch Bäume und Gestrüpp zu kommen. Bei den Rens trägt im Vergleich zu den anderen Hirschen das Weibchen auch ein Geweih. Allerdings sind die Abwurfzeiten der Stangen unterschiedlich. Um in der Trächtigkeit besser geschützt zu sein, verlieren die Weibchen ihr Geweih erst im späten Frühjahr.
Die Rentiere haben speziell breite Hufe um sich auf den Schnee-u.Tundraflächen der weltweit nördlichen Halbkugel gut bewegen können. Hier legen sie zur Zeit der Rentierzüge tausende Kilometer zurück, um an frische Äsungsflächen zu kommen.
Es gibt 20 verschiedene Unterarten und die grössten Populationen sind in Nordamerika und Sibirien beheimatet und da auch als Karibus besser bekannt. Hier sind die Bestände zwar nicht direkt bedroht, aber auch hier schrumpft zunehmends der Lebensraum durch die fortschreitende Ausbeutung des Erdgases und anderer Bodenschätze.
siehe auch Der König des Nordens link

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