Für Klein- und Bergbauern
Österreichweite Mahnfeuer

Mahnfeuer mit Blick auf Attnang
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Auf EU-Ebene wird derzeit die gemeinsame Agrarpolitik (GAP) der Mitgliedsstaaten für die Jahre 2021 bis 2027 ausverhandelt. Die GAP ist ein zentrales Instrument für das Erreichen der Ziele des Europäischen Green Deal (EGD). Aber die Verhandlungen sind mühsam und von nationalen Interessen dominiert. Was tun gegen das Bauernsterben, gegen den Verlust der Artenvielfalt und den Klimawandel? Der Green Deal sollte eine Ökologisierung der Landwirtschaft bringen, Förderungen sollten an Umweltauflagen geknüpft sein. Aber die großen Agrarlobbys bremsen, wie auch viele Mitgliedsstaaten.

Österreichische Agrarpolitik in der Kritik

In Österreichs Strategiepapier zur GAP finden sich zudem kaum zielführende Maßnahmen für den Erhalt der  klein- und bergbäuerlichen Landwirtschaft, wo das Einkommen Jahr für Jahr sinkt. Um auf diesen Missstand hinzuweisen, wurde von der ÖBV (Österreichische Berg- und Kleinbäuer_innen Vereinigung,  Via Campesina Austria) am 8. Dezember um 17 Uhr österreichweit zu Mahnfeuern aufgerufen. "Nur Sonntagsreden sind zu wenig. Wir fordern konkrete Verbesserungen für die Kleinbauern."

Mehr Geld für die ersten 20 Hektar

Um die kleinen Betriebe und damit auch die gewachsene Kulturlandschaft zu erhalten und die Hofübernahme für Junge attraktiver zu machen, wird eine gerechtere Verteilung der Direktzahlungen gefordert. Weg von den Großbetrieben und der Agrarindustrie (20 % der Betriebe erhalten 80 % der Förderungen) hin zu kleinen und mittleren Familienbetrieben. So sollen etwa die ersten 20 Hektar eines Hofes doppelt so hoch gefördert werden, wie die weiteren. Und es soll nach oben eine Deckelung geben.
Den derzeitigen Entwurf für die Gemeinsame Agrarpolitik nennen Global 2000 und andere Umweltorganisationen wenig ambitioniert und nicht geeignet, die Ziele des Green Deal zu erreichen. Ein ÖBV-Aktivist meint gar, er sei "Sterbehilfe für die Klein- und Bergbauern".

In Österreich bewirtschaftet ein durchschnittlicher Bauer rund 20 Hektar Grund. 
Näheres zu den Forderungen: https://www.viacampesina.at/

Bilderschau zu den Mahnfeuern: https://www.flickr.com/photos/oebv-via_campesina_austria/albums/72157720219573629?fbclid=IwAR04k9XUjKam2ODysAm3bhjvl2HR1EIcsuXf6WLc4DRIJLdD7KZQ04fr9gg

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