Ausblick für 2018: Fachkräftemangel nimmt zu

In handwerklich-technischen Berufen gibt es im Bezirk zahlreiche freie Stellen und wenige Arbeitssuchende.
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  • In handwerklich-technischen Berufen gibt es im Bezirk zahlreiche freie Stellen und wenige Arbeitssuchende.
  • Foto: Goodluz/panthermedia.net
  • hochgeladen von Maria Rabl

BEZIRK. "2017 war für die Wirtschaft – auch im Bezirk Vöcklabruck – ein gutes Jahr. Das positive Konjunkturbild, das wir jetzt am Jahresende sehen, wird auch 2018 anhalten", meint Wirtschaftskammer-Bezirksobfrau Angelika Winzig. So seien Auftragslage und Umsätze in beinahe allen Branchen positiv und sollen sich auch im kommenden Jahr weiter stabil entwickeln.

Viele Betriebe investieren

Gerade export-orientierte Unternehmen werden in den kommenden zwölf Monaten weiter von der guten Wirtschaftslage profitieren", ist Winzig überzeugt. Dies mache sich auch durch zahlreiche Investitionen bemerkbar: "Bei uns im Bezirk investieren zum Glück sehr viele Betriebe, von SML über Hütthaler und Stiwa bis zur Lenzing AG, Evonik und viele andere mehr." Diese Ausweitung der Produktion in den Betrieben werde die Nachfrage nach Arbeitskräften weiter steigen lassen.

Mitarbeitersuche Thema Nummer eins

Deshalb bleibe auch 2018 die Suche nach Lehrlingen, Fachkräften und Mitarbeitern das Thema Nummer eins, meint die Wirtschaftskammerobfrau: "Wir rechnen damit, dass in den kommenden Jahren allein im Bezirk Vöcklabruck rund 500 zusätzliche Fachkräfte und Mitarbeiter benötigt werden." Diese Entwicklung ist beim Arbeitsmarktservice (AMS) schon jetzt spürbar. "Wir haben ein riesiges Stellenangebot und vergleichsweise wenige Arbeitssuchende", berichtet Karin Gerhart, Leiterin des AMS Vöcklabruck. Bereits im November gab es nur noch 2.800 Arbeitslose im Bezirk, um 400 weniger als im Vergleichszeitraum des Vorjahres.

Qualifikation wichtig

Betroffen seien vor allem Menschen, die wegen ihres Alters, gesundheitlicher Einschränkungen oder Sprachproblemen schwerer zu vermitteln sind. "Sie sind zum Teil wesentlich länger arbeitslos", sagt Gerhart. "Fitte, junge Fachkräfte kann man ganz leicht vermitteln – vor allem im technisch-handwerklichen Bereich." Deshalb werde man auch im kommenden Jahr auf Schulungsmaßnahmen, entweder direkt am AMS oder über Stiftungen, setzen. Für Angelika Winzig ist das wichtigste Thema 2018, junge Menschen für eine Lehre zu begeistern: "Allein im Bezirk konnten Ende November 263 Lehrstellen noch nicht besetzt werden." Die geplanten Maßnahmen reichen von der Zusammenarbeit mit den Schulen über Lehrlings- und Bildungsmessen bis hin zu speziellen Projekten mit Betrieben und Ausbildungsstätten.

Was erwarten Sie sich von 2018?

Christian Schirlbauer, Tourismusverband Attersee: "Wir konnten die Nächtigungen in den vergangenen drei Jahren trotz sinkender Gästebetten erhöhen. Ich wünsche mir, dass es auch 2018 so weitergeht. Zudem stehen mit den Pfahlbauhäusern, den Römern und dem Weitwanderweg drei große Projekte an, die wir hoffentlich erfolgreich umsetzen."

Alexander Köbrunner, EW Bau: "Wir sind guter Dinge für 2018. Als mittelständischer Betrieb spürt man den Aufschwung zwar nicht so stark wie die Großbetriebe, doch die Stimmung ist positiv. Lediglich die Preise könnten am Bau noch etwas besser sein. Eine Herausforderung wird, dass wir den Mitarbeiterstand halten und ausbauen."

Christian Peneder, Peneder Unternehmensgruppe:
"Da wir mit unserer aktuellen Auftragslage sehr zufrieden sind, blicken wir recht zuversichtlich ins neue Jahr. Wir erwarten uns eine Fortsetzung dieser erfreulichen Entwicklung und freuen uns, viele spannende Projekte vom Brandschutz bis zur Gebäudelösung für unsere Kunden realisieren zu dürfen."

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