Volksbank OÖ: Sechs Millionen Ergebnis statt geplanter schwarzer Null

Die Volksbank Oberösterreich AG-Vorstände Richard Ecker und Andreas Pirkelbauer. Mit sechs Millionen Euro Betriebsergebnis im Jahr 2017 liege man deutlich über den Erwartungen.
  • Die Volksbank Oberösterreich AG-Vorstände Richard Ecker und Andreas Pirkelbauer. Mit sechs Millionen Euro Betriebsergebnis im Jahr 2017 liege man deutlich über den Erwartungen.
  • Foto: Volker Weihbold
  • hochgeladen von Thomas Winkler, Mag.

OÖ (win). Ein schwarze Null beim Betriebsergebnis hatten sich die Volksbanken-OÖ-Vorstände Richard Ecker und Andreas Pirkelbauer für 2017 vorgenommen. Grund für die Bescheidenheit: Die Herausforderungen durch das Zusammenführen der ehemals eigenständigen Volksbanken in Oberösterreich, bei dem zuletzt die Institute Almtal und Bad Hall integriert worden sind. Dass in der Bilanz 2017 nun sechs Millionen Euro Betriebsergebnis und 11,4 Millionen Ergebnis vor Steuern stehen, liege "deutlich über den Erwartungen" so Ecker.

Gute Entwicklung bei Provisionen und Krediten

Denn nicht nur die Fusion, auch das Zinsniveau habe die Sache nicht einfacher gemacht. Warum es trotzdem gut gelaufen sei, liege auch an den guten Provisionserlösen aus dem Zahlungsverkehr, dem Vermitteln von Wertpapieren, Versicherungen und Verbraucherkrediten, vor allem an die Partner Union Investment und Teambank. Gleichzeitig konnten die Volksbanken OÖ das Kreditvolumen um acht Prozent oder 115 Millionen Euro steigern. Speziell das Plus von 15,1 Prozent oder 63 Millionen Euro bei Wohnbaufinanzierungen mache Freude, so Ecker. Sie zeige, dass das Zusammenführen von Filialen kein Geschäft gekostet, sondern durch bessere Beratung mehr Kunden gebracht habe.

300 neue Kunden pro Monat

"Wir konnten 2017 per Saldo 300 neue Kunden pro Monat gewinnen, aktuell sind es 144.551, ein Plus von 2,5 Prozent", so Pirkelbauer. Er macht keinen Hehl daraus, dass der Fusionsprozess noch verdaut werden müsse: "Wir sind jetzt dabei, die internen Abläufe zu optimieren, wir brauchen noch etwas, bis alles passt – wir sind ja eine neue Bank." Dass die Mitarbeiter sich inzwischen als Teil der Volksbank Oberösterreich sehen und nicht mehr in den Kategorien "Volksbank Linz, Volksbank Schärding, ..." denken, sei jedoch gelungen – "wir haben eine Einheit geschaffen". Die Zahl der Volksbank OÖ-Filialen liegt nun bei 30, die der Mitarbeiter ist laut den Vorständen deutlich auf 494 (377 Vollzeitarbeitsplätze) gesunken – "allerdings nur durch natürliche Abgänge", so die Vorstände. Das werde auch bei der einen oder anderen Zusammenlegung so sein, die es noch geben werde: "Wir werden sehen, welche Filialen gut angenommen werden, eine große Filiale in der Bezirkshauptstadt statt drei kleiner bietet aber erst die Möglichkeit, gute Beratung anzubieten", erklärt Pirkelbauer.

Gute Aussichten für 2018

Sein Vorstandkollege Richard Ecker erwartet für 2018 ein "sicher zweistelliges Millionenergebnis beim Ergebnis vor Steuern. Die Jänner-Tendenz zeigt, dass wir im Plan sind, beim Wertpapier-Geschäft sogar deutlich über Plan. Im Finanzierungsbereich hatte die Volksbank OÖ ihren Anteil an der "KMU-Milliarde" der Volksbanken Österreich von 126 Millionen statt in drei Jahren in nur elf Monaten aufgebraucht. Heuer werde eine Unternehmer-Milliarde aufgelegt, so Ecker, die nun auch für Immobilienfinanzierungen zur Verfügung stehen werde.

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