05.12.2017, 20:00 Uhr

"Nicht bei den Zutaten sparen"

Fritz Obauer bäckt und verziert Lebkuchen.

Bäcker Fritz Obauer gibt Tipps für gelungene Weihnachtsbäckerei

ZELL AM MOOS (rab). "Kekse backen ist für viele eine wichtige Kindheitserinnerung", sagt Fritz Obauer von der gleichnamigen Bäckerei und Konditorei in Zell am Moos. "Zumindest einfache Sorten wie Lebkuchen, Vanillekipferl oder Mürbteigkekse sollte man schon noch selbst backen." Wer ganz wenig Zeit hat, kann in vielen Bäckereien fertige Teige kaufen. "Für Kinder ist es jedoch ein Erlebnis, wenn sie selbst die Zutaten abwiegen dürfen", meint Obauer.

Auf Qualität achten

Deshalb gibt er Tipps, wie die Weihnachtsbäckerei am besten gelingt. Er empfiehlt, nicht bei den Zutaten zu sparen. "Wenn im Rezept Margarine steht, kann man ruhig stattdessen Butter nehmen – es zahlt sich aus." Auch bei Mandeln, Nüssen und Rosinen sollte man auf Qualität achten: "Wenn man sie kurz mit Wasser abspült, sieht man sofort, wie sauber sie sind." Zudem sollte man echte Vanille, Zitronenschale und Zitronensaft grundsätzlich künstlichen Aromen vorziehen.

Über Nacht ziehen lassen

Hat man den Teig fertig gemischt, empfiehlt der Bäckermeister, diesen über Nacht rasten zu lassen. Dazu eigne sich ein kühler Raum oder die Kellerstiege. "Lebkuchenteig sollte man sogar zwei bis drei Tage stehen lassen, damit er gut durchzieht", meint Obauer. Bei der Verarbeitung sollte vor allem Mürbteig nicht zu warm werden, da er sonst zu mürbe wird: "Man kann die Hände zwischendurch unter kaltes Wasser halten, damit sie den Teig nicht zu stark erwärmen." Beim Ausrollen könne man sich man sich Holzstäbchen zu Hilfe nehmen: "Dann wird der Teig überall gleich dick."

Apfelspalten machen Lebkuchen weich

Backzeit und -temperatur hängen oft vom Ofen ab: "Bei 180 bis 200 Grad Umluft benötigen die Kekse je nach Stärke sechs bis zehn Minuten." Während Mürbteigkekse wegen der Butter oft nur einen Monat haltbar sind, könne man trockenen Lebkuchen viel länger aufbewahren. "Damit er wieder weich wird, legt man einen Tag lang eine Apfelspalte in die Dose", rät Obauer.

Rezepttipp: Vanillekipferl

Zutaten
300g Mehl, 250g Butter, 100g Staubzucker, 100g geriebene Mandeln, Vanille, Zitrone, Salz

Zubereitung
Butter auf Zimmertemperatur warm werden lassen, danach alle Zutaten rasch zu einem Teig zusammenkneten. Am besten über Nacht kühl stellen. Auf 15 Millimeter ausrollen und in 2 Zentimeter große Stücke einteilen. Daraus Kipferl formen. Bei 180 bis 200 Grad Umluft etwa 6 Minuten backen. Die Kipferl, solange sie noch warm sind, mit Vanillezucker bestreuen.
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