20.04.2017, 12:27 Uhr

Asthmatiker leiden unter Atemnot durch Pollenflug

Beim Verdacht auf eine Asthmaerkrankung werden mögliche Auslöser unter anderem bei Hauttests eingegrenzt. (Foto: gespag)
VÖCKLABRUCK. Wenn die einen angesichts der blühenden Sträucher, Gräser und Blumen in Euphorie verfallen, beginnt für Pollenallergiker eine herausfordernde Zeit. Sie fühlen sich krank. Rund sechs Prozent der erwachsenen Österreicher und fast doppelt so viele Kinder müssen sich mit allergischem Asthma auseinandersetzen. Anlässlich des Weltasthmatages am 2. Mai informiert das Salzkammergut-Klinikum über allergisches Asthma.

Chronische Entzündung

Asthma ist eine chronische Entzündung der Atemwege. Aufgrund bestimmter Reize, beispielsweise Pollen, Hausstaub oder Tierhaare, kommt es zu einer Verengung der Atemwege und zu anfallsartig auftretender Atemnot. „Mit rund 70 Prozent ist allergisches Asthma die häufigste Form von Asthma. Es tritt oft schon in jungen Jahren auf, in den letzten Jahren bemerken wir aber auch einen Anstieg bei anderen Altersgruppen“, erklärt Primar Bernhard Baumgartner, Leiter der Abteilung für Lungenheilkunde am Salzkammergut-Klinikum Vöcklabruck.
Nicht selten steht Asthma in Verbindung mit Heuschnupfen. Das Immunsystem reagiert auf bestimmte Allergene und aktiviert eine körperliche Abwehrreaktion. Brennende Augen, laufende Nase, Niesattacken und ein Gefühl des Krankseins sind die Folge. „Da die Schleimhäute der Bronchien ähnlich aufgebaut sind wie jene der Nase, reagieren sie vergleichbar auf eindringende Allergene“, so Baumgartner. „Es kommt zu einer Schwellung und Schleimbildung und im weiteren Verlauf zu einer Atemwegsverengung.“ Typische Symptome: Husten, Atemnot, pfeifende Atemgeräusche, Engegefühl in der Brust.

Die richtige Behandlung

Wenn der Verdacht einer Allergie oder allergischen Asthmas besteht, sollte man rasch ärztlichen Rat einholen. Mittels Befragung, Blut- und Hauttests werden die Auslöser eingegrenzt. Ein Lungenfunktionstest liefert weitere Ergebnisse hinsichtlich einer möglichen Erkrankung. Danach wird eine medikamentöse Therapie festgelegt. Zu den Mitteln erster Wahl zählen Antihistaminika. Kortison schützt die Schleimhäute vor Entzündungen. Sehr gute Erfolge erzielen auch Desensibilisierungstherapien.
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