01.11.2017, 18:00 Uhr

Die CliniClowns machen Mut

(Foto: Gespag)

Die Clowns kommen auch auf der Palliativstation zum Einsatz

VÖCKLABRUCK. Sterben und Lachen, Menschen in der letzten Phase ihres Lebens und lebenslustige Clowns. Wie passt das zusammen? Seit fünf Jahren besuchen die CliniClowns Oberösterreich in regelmäßigen Abständen unheilbar kranke und sterbende Patienten auf der Palliativstation im Salzkammergut-Klinikum Vöcklabruck.

Große Herausforderung

„Es ist oft eine Gratwanderung und es passt auch nicht immer. Wir bekommen aber von den Pflegefachkräften ein Briefing, bevor wir ein Krankenzimmer betreten. Im Zimmer fragen wir dann, ob wir auf einen kurzen Besuch hereinschauen dürfen – in den meisten Fällen dürfen wir das auch“, sagt Uwe Marschner, Chef der CliniClowns OÖ. Für ihn und seine Kollegen, die man sonst eher von den Kinderstationen kennt, ist der Umgang mit Schwerkranken auch nach vielen Jahren immer noch eine große Herausforderung. „Ich habe keine Angst beim Betreten eines Krankenzimmers, aber gehörigen Respekt vor dem kranken Menschen und der Situation. Wenn man als erfahrener Clown glaubt, dass man jede Situation fest im Griff hat, kann einen eine Begegnung mit Sterbenden sehr schnell wieder auf den Boden der Realität holen“, so Marschner, der als Dr. Karl Fabian Fascherl seine Visiten absolviert.

Wechsel der Perspektive

Doch wie geht es den kranken Menschen, wenn plötzlich zwei Spaßvögel im Zimmer stehen und zum Lachen animieren, wo eigentlich gar kein Platz mehr ist zum Lachen? „Manche Menschen sind emotional tief versunken. Manchmal kleben wir nur ein Luftballonherz an die Wand und gehen wieder. Oder wir singen gemeinsam ein Lied und initiieren damit einen kleinen Perspektivenwechsel, der sehr viel Positives bewirken kann“, sagt Clini-Clown Angelika Bernsteiner.
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