23.05.2017, 20:00 Uhr

Rauchen stresst Lunge und auch Blutgefäße

„Aufhören“ lohnt sich: Bei jungen Ex-Rauchern erholen sich die Blutgefäße innerhalb von zehn Jahren. (Foto: Knut Wiarda/Fotolia)
VÖCKLABRUCK. Um auf die Gefahren des Rauchens aufmerksam zu machen, hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) den 31. Mai als „Weltnichtrauchertag“ ausgerufen. Nicht oft genug kann betont werden: Zigaretten ruinieren das Lungengewebe – doch das ist leider längst nicht alles. Zigaretten schädigen auch die Blutgefäße. Verschiedene Studien haben klar belegt, dass Raucher ein stark erhöhtes Risiko haben, eine Arteriosklerose zu entwickeln. Das Salzkammergut-Klinikum klärt auf.

Blutgefäße leiden

Dass der dauerhafte Nikotingenuss nicht nur der eigenen Gesundheit, sondern vor allem den Organen schadet, sollte mittlerweile klar sein. „Doch nicht nur die Lunge selbst ist betroffen – auch die Blutgefäße leiden: An ihren Innenwänden sammeln sich Ablagerungen, die Gefäße versteifen sich und werden undurchlässiger. Infolgedessen ist das Risiko für Raucher, an einer Herz-Kreislauf-Erkrankung zu sterben, sechsmal höher als für Nichtraucher“, berichtet Bernhard Baumgartner, Leiter der Lungenabteilung am Salzkammergut-Klinikum Vöcklabruck.

Aufhören lohnt sich

Studien belegen jedoch, dass es sich durchaus lohnen würde, mit dem Rauchen aufzuhören: So erholen sich Blutgefäße jüngerer Ex-Raucher beispielsweise innerhalb von zehn Jahren nach dem Rauchstopp und gelten wieder als uneingeschränkt funktionstüchtig. In weiterer Folge sinken somit das Herzinfarkt- und Schlaganfall-Risiko sowie das Risiko an einer arteriellen Durchblutungsstörung der Extremitäten – Stichwort Raucherbein – zu erkranken.

Zur Sache

In Österreich sterben nach Expertenschätzungen jährlich zwischen 11.000 und 14.000 Menschen an den Folgen des Rauchens, weltweit sind es sechs Millionen.
Rund 700.000 Menschen in Österreich gelten als hochgradig nikotinabhängig.
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