17.09.2014, 11:13 Uhr

172,6 Meter – Attersee ist tiefer als bisher angenommen

Andreas Männer, Gerald Egger und Johann Zeilinger (v.l.) mit dem Tauchroboter, den sie bis auf eine Tiefe von 172,6 in den Attersee schickten. (Foto: privat)

"Männer unter Wasser" schickten Tauchroboter auf den Grund des Sees und entdeckten "neue" tiefste Stelle.

SEEWALCHEN. Laut den offiziellen Behörden und den Landesdaten sollte der Attersee 169 Meter tief ein. Mit 170,6 Meter wird er er in der internationalen World Lake Database geführt. Daten die auch die Schüler der letzten Generationen in der Schule gelernt haben. Die ersten Indizien, dass die Heimatkundebücher nun umgeschrieben werden müssen, fand Andreas Männer auf dem Weg zu Bojenarbeiten. Im südlichsten der drei von der letzten Eiszeit aufgeschürften Becken fielen ihm Bereiche auf, die scheinbar eine größere Tiefe aufwiesen. Mit dem Feuerwehrtauchroboter des Taucherstützpunktes 4 bewiesen Andreas Männer, Gerald Egger und Johann Zeilinger, dass der Attersee tiefer als bisher angenommen ist – nämlich gleich zum zwei Meter. Die "neue" tiefste Stelle liegt somit bei 172,6 Metern.

Österreich-Fahne auf festem Seegrund
Die Mondlandschaft, die mittels Livebild von der Videokamera an Bord des Schiffes übertragen wurde, faszinierte die drei Taucher. Bisher wusste man ja auch nichts zur Bodenbeschaffenheit an dieser Stelle, die vor ihnen noch kein Mensch gesehen hatte. Der dort auf 172,6 Meter vorgefundene Boden gleicht einer Mondlandschaft in völliger Finsternis, nur durch die starken Leuchten auf dem Tauchroboter gelangen die Aufnahmen. Dass sich dort kein weicher, metertiefer Schlamm befindet, wie man vielleicht annehmen könnte, bewies das Trio, indem es eine Österreich-Fahne an dieser Stelle am festen Boden platzierte. Es wurde auch eine Bodenprobe mit an die Wasseroberfläche genommen.
Die neuen Erkenntnisse werden sie nun an die entsprechenden Behörden weiterleiten. Die Freude über die Endeckung des neuen Tiefenrekordes war so groß, das Männer, Egger und Zeilinger weiter auf der Suche nach neuen "Attersee-Rekorden" bleiben wollen.
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