10.10.2014, 17:19 Uhr

25 Jahre Naturdenkmal Ottnangium

Vöcklabruck: Wolfsegg | Anlässlich des 25. Geburtstages des offiziellen Bestehens des Naturdenkmals Ottnangium und einer Neugestaltung von Schautafeln, wurde am Freitag 10.Okt. von Projektleiter OSR Peter Pohn zu einem Festakt geladen . Der Einladung folgten neben zahlreichen Wolfsegger und Ottnanger Gemeindebürger auch die Führungsriege des Naturschutzbundes und der Naturschutzjugend auf Bundes-Landes- u. Bezirksebene .
Ausserdem kamen auch mehrere Politiker , allen voran Landesrat Dr. Manfred Haimbuchner, BHstv. Dr. Johann Sagerer , sowie die Gemeindevertretung beider Gemeinden Wolfsegg und Ottnang , sowie die Leiter der Pfarren und Kulturvereinen und auch Direktoren der Schulen , die dieses Naturdenkmal auch als Anschauungsunterricht verwenden . Überdies eine grosse Anzahl von Schülern und die Naturschutzjugend aus Wolfsegg .

Durch das Programm führten Mag. Konsulent Herbert Weissenbacher aus Vöcklabruck und OSR Peter Pohn, musikalisch untermalt von einer Abteilung der Bergknappenkapelle Thomasroith .
Schüler der neuen Mittelschule Wolfsegg führten an Hand von Zeittafeln amüsant durch das Erdzeitalter bis Ottnangien .
Mit einem selbst komponierten Lied von OSR Peter Pohn über den Hausruck klang der offizielle Teil des Festaktes aus .

Als Ottnangien oder auch Ottnangium werden Schlierschichten des miozänen Zeitabschnittes bezeichnet , welche sich vor mehreren Mill. Jahren aus Meeresablagerungen bildeten und Bestandteil des Molassetroges zwischen den Alpen und der böhmischen Masse sind .

Bereits im Jahre 1850 entnahm der Gelehrte Friedrich Simony 30 Fossilien aus der Ottnanger (Wolfsegger) Schliergrube. Bei diesen Funden handelte es sich vorwiegend um Schnecken und Muscheln, die während der Ablagerung der Ottnang Formation (18,3 bis 17,2 Mill.Jahre vor unserer Zeit ) im Molassemeer lebten.
Einige dieser Fossilien waren Neuentdeckungen, was in manchen Artnamen seinen Niederschlag fand.
So wurde die Ottnanger Schliergrube ein Ort der Namensgebung - also ein Locus Typikus. Viel später, nämlich 1972, wurde die Schliergrube auch zum " Stratotypus" für die Zeitstufe des Ottnangiums ausgewählt .
(Quelle: Ottnang.info)

Das Ottnangium wurde somit namensgebend und ist unter dieser Bezeichnung auch weltweit bekannt .

Diese Schliergrube liegt trotz des Namens Ottnangium im Gemeindegebiet von Wolfsegg und wurde früher von der Landwirtschaft zur Düngung und Bodenverbesserung der Felder verwendet .

Im Jahr 1989 wurde durch die Initiative von OSR Peter Pohn und der wissenschaftlichen Betreuung durch Univ.Lektor Mag.Erich Reiter, die Ottnanger Schliergrube unter behördlichen Schutz gestellt.

Fotos von den Schautafeln unter ottnang.info

Das Ottnangium wird bei der geplanten Landesgartenschau 2023 in Wolfsegg ein Teil der Ausstellung sein .
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