08.10.2014, 20:00 Uhr

Erfolg mit Second Hand

Krenn und Pouget (v.l.) in der Buchabteilung des Volkshilfe Shops.
VÖCKLABRUCK. "Alleine im Textilbereich haben wir bis August um fast 13 Tonnen mehr umgeschlagen als im ganzen Jahr 2013. Bis Jahresende erwarten wir eine Sammelmenge von rund 83 Tonnen", zieht Jürgen Pouget, Geschäftsführer der Volkshilfe Vöcklabruck erfreut Bilanz. "Nachdem der Shop 1991 in einem kleinen Geschäftslokal in Attnang-Puchheim startete, hatte er zuerst keinen sehr guten Ruf", erinnert sich Pouget. Heute hat sich das geändert: "Durch den 320 Quadratmeter großen Geschäftsraum, die ReVital-Partnerschaft im Nicht-Textilbereich und die sehr gute Sortierung kaufen Menschen aller sozialen Schichten und Altersklassen gerne bei uns ein." So kann die Volkshilfe anhand der Kassenbelege monatlich rund 1.700 Kunden zählen.

Gebrauchtes ist im Trend

"Zum einen liegt der Erfolg daran, dass immer mehr Menschen auf günstige Einkaufsmöglichkeiten, wie unseren Halbpreisfreitag, angewiesen sind. Andererseits suchen viele Kunden gezielt Kleidung oder Möbel aus einer bestimmten Ära. Für viele ist Wiederverwendung auch ein wichtiges Mittel zur Ressourcenschonung", erklärt Volkshilfe-Vorsitzender Hermann Krenn. Die gestiegene Spendenbreitschaft führen Krenn und Pouget darauf zurück, dass das Bewusstsein steigt, dass die Spenden in den Altkleidercontainern der Volkshilfe in der Region bleiben. "Trotzdem verursachen die gewerblichen Sammler einen doppelten Schaden für uns, da diese nur sammeln, wenn der Preis für Alttextilien hoch ist, während unsere Container immer aufgestellt bleiben", so Krenn.
Doch auch der ReVital-Bereich, der rund zwei Drittel des Volkshilfe-Shops ausmacht, hat sich als Erfolgsmodell erwiesen. "Besonders stolz sind wir auf die Kooperation mit den Altstoffsammelzentren Lenzing, St. Georgen und Vöcklamarkt, die gut erhaltene Waren extra sammeln und zu uns liefern", freut sich Pouget und hofft, diese Kooperation auf weitere ASZ im Bezirk ausweiten zu können. Da durch die ReVital-Partnerschaft jedes Elektrogerät überprüft wird, bevor es in den Shop kommt, konnte man auch Reklamationen minimieren.
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