01.11.2017, 18:32 Uhr

Gute Lese in "Rebengau"

Fritz Feichtinger, Hobbywinzer aus Leidenschaft, hat vor zehn Jahren den Weinbau in Regau wiederbelebt. (Foto: Alois Huemer)

Vor zehn Jahren ließ Fritz Feichtinger den Weinbau in Regau wieder aufleben. Und das mit Erfolg.

REGAU. Der Name der Marktgemeinde Regau leitet sich von “Rebengau” ab. Ihr Wappen zeigt eine rote Weinrebe mit Blättern, die ebenfalls auf die Weinbau-Vergangenheit Regaus hinweist. Fritz Feichtinger – von 1995 bis 2015 Bürgermeister der Marktgemeinde – ließ 2007 die alte Tradition des Weinbaus neben dem Golfplatz in der Ortschaft Hub wieder aufleben. Klimaforscher hatten ihm bestätigt, dass es seit der Eiszeit alle 500 Jahre einen Klimawandel gibt, so wurde bereits im 15. Jahrhundert in Regau und auch im gesamten Attergau-Gebiet reger Weinbau betrieben. Der heurige Ernteerfolg gibt ihm recht.

Vier Winzer in Regau

Mittlerweile gibt es in Regau schon vier Winzer und die Zahl der interessierten Helfer wird immer größer. Mit zwölf Helfern erntete Feichtinger heuer 400 kg Trauben der Sorte Chardonnay, 300 kg Zweigelt und erstmals 200 kg Grüner Veltliner. “Der Zuckergehalt ist heuer ideal für die Kellerarbeit”, freut sich Feichtinger.
Weinbau bedeutet das ganze Jahr Arbeit: Fünf freiwillige Helfer machen in Feichtingers Weingarten selbstständig die Boden- und Rebstockpflege. Pfarrer Franz Hörtenhuber, der jährlich den Rebschnitt besorgt, ist ebenfalls fasziniert von dieser Arbeit und sagt: "Ein paar Stunden im Weinberg ist wie ein kleines Himmelreich."

Wein reift bis Juli im Tank

Im Regauer Pfarrhof werden die Trauben gerebelt und gepresst. "Danach kommt der Traubenmost in den Keller und wird mit Reinzuchthefe versetzt, was die Gärung einleitet", weiß Kellermeister Hermann Lindorfer, der mit seinem Stellvertreter Hubert Niederfrininger die Arbeiten koordiniert. Nach der Gärung kommt der Wein in Tanks, wo er bis Juli reift. Erst dann wird er in Flaschen abgefüllt.
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