04.10.2017, 20:00 Uhr

Reise nach China als Belohnung

Demuul Yadamsuren und David Hehenfelder (v.l.) unternahmen während ihres Praktikums auch Ausflüge nach Shanghai. (Foto: Stiwa Group)

Zwei Lehrlinge der Stiwa Group arbeiteten vier Wochen lang am Standort in Nantong (China) mit.

ATTNANG-PUCHHEIM, NANTONG (rab). "Alles ist groß und überall sind richtig viele Leute – alleine der Flughafen ist riesig", so beschreibt Demuul Yadamsuren (22) aus Schwanenstadt seinen ersten Eindruck.

Der Konstrukteur der Stiwa Group absolvierte im April gemeinsam mit seinem Kollegen David Hehenfelder (19) aus Seewalchen ein Auslandspraktikum am Firmenstandort in Nantong (China). Diese Möglichkeit bietet das Unternehmen Lehrlingen in der Zeit zwischen der letzten Berufsschulklasse und der Lehrabschlussprüfung. "Es ist eine Belohnung für besonders fleißige Lehrlinge", sagt Ausbildungsleiter Florian Sachsenhofer. "Die vier besten Lehrlinge pro Jahr dürfen drei bis vier Wochen lang in Ländern wie China, Deutschland oder Griechenland arbeiten."

Andere Kultur kennenlernen

David und Demuul halfen so drei Wochen im Büro und eine Woche bei der Montage in China mit. "Mit den chinesischen Kollegen haben wir uns super verstanden", erzählt David. "Und auch die Arbeit war fast wie zu Hause." Lediglich einen großen Unterschied habe er bemerkt: "Die Chinesen schlafen in der Pause, das ist dort ganz normal." Der interkulturelle Austausch ist auch für Sachsenhofer wichtig: "Die Lehrlinge sehen, wie es im anderen Betrieb läuft und haben mehr Verständnis, wenn sie später mit einer anderen Mentalität zu tun haben."

Nach der Arbeit sorgten die österreichischen Kollegen dafür, dass den Lehrlingen nicht langweilig wurde. So stand auch ein Essen mit Firmenchef Peter Sticht am Programm. Zudem besichtigten sie einen Betrieb, der das Konzept der Lehre nach österreichischem Modell in China etablieren möchte. Höhepunkt war ein Wochenende in der nahegelegenen Großstadt Shanghai. "Wir haben uns die Stadt angesehen und konnten auch fortgehen", erzählt David. "Unser Englisch ist besser geworden und wir haben organisatorisch viel dazugelernt", zieht Demuul Bilanz nach dem Auslandspraktikum.
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