31.01.2018, 21:18 Uhr

7.027 AK-Mitglieder suchten Rat

Johann Kalliauer und Martina Obermaier warnen vor Kürzungen. Damit würden auch Leistungen der AK eingeschränkt.

Arbeiterkammer Vöcklabruck erkämpfte mehr als sechs Millionen Euro

VÖCKLABRUCK. 2017 wandten sich 7.027 Mitglieder mit arbeits- und sozialrechtlichen Fragen an die Experten der Arbeiterkammer Vöcklabruck. "Das ist annähernd die gleiche Zahl wie im Vorjahr", sagt AK-Bezirksstellenleiterin Martina Obermaier. Bereits rund zwei Drittel der Ratsuchenden nehmen eine telefonische Beratung in Anspruch. "Die Zahl stieg 2017 um 11,6 Prozent auf 4.614", so Obermaier.

Deutlich mehr als 2016

In Summe konnten im Vorjahr an arbeits- und sozialrechtlichen Ansprüchen sowie Forderungen nach Insolvenzen für die Mitglieder Zahlungen von 6,06 Millionen Euro erreicht werden. 2016 waren es noch 4,9 Millionen Euro. Die Bandbreite der gerichtlich erstrittenen Beträge reichte von 84 bis 56.800 Euro. Deutlich mehr Arbeitnehmer als 2016 waren im Vorjahr von Insolvenzen betroffen: 350 gegenüber 179.

"Der Rechtsschutz ist eine unserer Kernaufgaben", betont Johann Kalliauer, Präsident der Arbeiterkammer OÖ. Im Bundesland wurden im Vorjahr rund 305.000 Beratungen durchgeführt und fast 70 Millionen Euro erkämpft. "Es muss allen klar sein, dass jede Kürzung auch eine Einschränkung unserer Leistungen bedeutet", betont Kalliauer angesichts der aktuellen politischen Diskussion über Pflichtmitgliedschaft oder Kürzung der AK-Umlage.
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