06.10.2016, 15:35 Uhr

Hightech-Lehre Mechatronik

Benjamin Sporn (18) freut sich, dass er in der Mechatroniklehre ein breit gefächertes Aufgabenfeld erlernen kann.

Nach einer Mechatronik-Lehre bei Gassner stehen den Absolventen viele Wege offen.

FRANKENMARKT. „Ich wusste schon in der Hauptschule, dass ich etwas mit Elektrik lernen möchte“, erzählt Benjamin Sporn aus Vöcklamarkt. Nach Schnuppertagen bei der Firma Gassner in Frankenmarkt entschied er sich jedoch für den umfassenderen Lehrberuf Mechatroniker. „Das Elektrische alleine war mir dann doch zu wenig“, sagt der 18-Jährige, der inzwischen im vierten Jahr seiner Ausbildung ist. „Mit diesem Beruf hat man die besten Zukunftschancen.“

Damit spricht der Lehrling das umfangreiche Aufgabenfeld eines Mechatronikers an. „Die Ausbildung dauert dreieinhalb Jahre. Dabei deckt sie die ganze Bandbreite von Mechanik über Elektrik und Pneumatik sogar bis hin zur Informatik ab“, erklärt Geschäftsführer Wolfgang Gaßner. Das von ihm gelenkte Unternehmen erzeugt Maschinen für die vollautomatisierte Abfüllindustrie und ist auf Verschlüsse spezialisiert. „Zu unseren Kunden zählen namhafte internationale Unternehmen aus den Bereichen Getränke, Lebensmittel, Pharma und Non-Food. Dadurch bewegen wir uns in einer sehr krisenfesten Branche“, erklärt Gaßner. Neben Mechatronikern bildet das Unternehmen auch Konstrukteure, Maschinenbautechniker und Bürokauffrauen aus.

Alles aus einem Haus

Die Maschinen von Gassner werden nicht nur im Haus konstruiert, sondern auch gefertigt und zusammengebaut. Dadurch können die Lehrlinge alle Fertigungsschritte mitverfolgen und alle Fähigkeiten für den Beruf direkt im Unternehmen erlernen. Auch für Philipp Eder war die breit gefächerte Ausbildung entscheidend in seiner Berufswahl. „Inzwischen gefällt mir aber die elektrische Arbeit am besten“, sagt der 17-Jährige Vöcklamarkter, der derzeit im dritten Lehrjahr ist. „Es ist ganz normal, dass die Lehrlinge in ihrer Ausbildung einen Bereich für sich entdecken, auf den sie sich anschließend spezialisieren“, weiß Gaßner. „Auch nach abgeschlossener Lehre fördern wir unsere Nachwuchskräfte und unterstützen von der Programmiererschulung über Meisterkurse bis hin zur Abend-HTL.“ Auch international stehen den Mitarbeitern bei Gassner viele Wege offen. „Wir haben eine Exportqoute von 95 Prozent, da gibt es auch Serviceeinsätze in Australien oder Argentinien“, so der Geschäftsführer.

Gutes Arbeitsklima

Neben den spannenden Aufgaben schätzen die Lehrlinge vor allem das gute Arbeitsklima. „Ein großer Vorteil ist, dass wir viele Spezialisten in unserem Team haben. Wenn die Lehrlinge Fragen haben, ist immer jemand da, der helfen kann“, betont Gaßner.Lehrling Benjamin ergänzt: „Und es ist schön, dass wir uns so gut verstehen.“ Philipp pflichtet ihm bei: „Die Leute sehen sich bei uns nicht nur bei der Weihnachtsfeier, wir treffen uns auch privat gerne mit unseren Kollegen.“
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