FREIZEIT
PVÖ Gruppe Völkermarkt in Triest

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Text: Ausflug PVÖ Ortsgruppe Völkermarkt - am Samstag, den 13. April 2019
Fahrt zum Nachbar nach Italien zu den Triester Höhlen „Grotta Gigante“ und dem „Schloss Duino“ von Thurn und Taxis.
Geplant und ausgearbeitet vom Vorstand Alfred Slamanig, in Zusammenarbeit mit dem Reisebüro Sienčnik Eberndorf

Ein voll besetzter Bus, Damen und Herren, von der PVÖ Ortsgruppe Völkermarkt freuten sich schon Tage voraus auf diesen Ausflug nach Italien – in das Gebiet des „Triester Karst“.

Wenn man über die Autobahn von Udine kommend, Richtung Triest abbiegt und dann den Isonzo- Soča Fluss überquert, beginnt bei Duino - eine wild romantische Region, nördlich der Adria.
Die Landschaft ist namensgebend für das geologische Phänomen Karst, das hier, von Wissenschaftlern der Habsburgermonarchie erstmals eingehend erforscht wurde.
Der Karst ist ein im Zentrum aus Kalkstein aufgebautes Kalksteinplateau.
Im Nordwesten grenzt das fruchtbare Schwemmland im Tal des Flusses Isonzo/Soča an.

In diesem Gebiet erhebt sich eine Hügellandschaft bis zu 200 Meter über dem Meer.
Die Grotta Gigante, auch als Riesenhöhle von Triest bekannt, befindet sich in der Nähe der Ortschaft Sgonico rund 15 km von Triest entfernt.
Im Jahre 1840 stieß Frederico Lindner bei der Suche nach dem unterirdischen Lauf des Timavo Flusses auf die Höhle.
Am 5. Juli 1908 wurde der Führungsbetrieb aufgenommen, damals mit Kerzen und bengalischer Beleuchtung. Der Tourismus setzte jedoch erst nach 1957 ein, nachdem eine elektrische Beleuchtung installiert wurde.
Die Gesamtlänge beträgt 380 m, die Gesamttiefe 160 m. Die Halle ist 98,50 m hoch, 76,30 m breit und 167,60 m lang. Seit 1995 steht die Grotta Gigante im Guinness-Buch der Rekorde als „Größte Schauhöhle der Welt“.
In der Höhle befinden sich zwei geodätische Pendel mit 95 m Länge zur Erforschung der Erdgezeiten.
Neben der Höhle befindet sich ein Speleologie¬museum mit zahlreichen höhlenkundlichen, geologischen und paläontologischen Exponaten.
Dies Alles, erzählte eine kompetente Dame - sowie der Abstieg und Aufstieg dieser wirklich imposanten Tropfsteinhöhle, hinterlässt einen unvergesslichen Eindruck.

Nach dem Mittagessen im „Albergo Ristorante al Pescatore“, in Duino wurde das „Schloss Duino“ besichtigt.
Eine Dame aus Österr. Vorarlberg, die schon 25 Jahre in dieser Region ihre neue Heimat gefunden hat, war Bestens über den Ablauf der geschichtlichen Hintergründe geschult – und erzählte die Abläufe bis in die Neuzeit.
Das sich heute noch im Besitz der Familie Thurn und Taxis befindende Schloss war zu Beginn des 20. Jahrhunderts Ort eines literarischen Salons, an dem neben Rainer Maria Rilke unter anderen auch Franz Liszt, Richard Strauss, Paul Valéry, Victor Hugo, Gabriele D’Annunzio, Mark Twain und Eleonora Duse sowie Mitglieder der kaiserlichen Familie wie Erzherzog Franz Ferdinand, Kaiserin Elisabeth und Kaiser Franz Joseph I. zu Gast waren. Der Rilkeweg trug wegen Rilkes ausgedehnter Spaziergänge entlang der Steilküste nach Sistiana bereits früh diesen Namen.
Der weitreichende Blick übers Meer und der Steilküste Richtung Triest vom Südbalkon, lässt erahnen, in welch wunderbarer Lage dieses Schloss steht.
Ein Spaziergang über den „Rilkeweg“ zurück zum Bus, perfektionierte die Besichtigung dieses außerordentlichen schönen Ausfluges.

Die Heimreise war kurzweilig, weil man sich nachträglich viel zu erzählen hatte - und sich ein Appetit, nach dem anstrengenden Ab und Aufstieg in der „Grotte Gigante“ einstellte, so dass man in Villach noch einmal Einkehr hielt und mit österreichischen Spezialitäten den Hunger stillte.

Reiseleitung: Emily & Klaus Hofer
Text und Foto: Klaus Hofer

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