Bleiburg rüstet sich mit Defibrillator

Johann Rigelnik vor dem neuen Defibrillator.
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BLEIBURG (jj). Die meisten Herztode beginnen mit einem Kammerflimmern. Das Kammerflimmern ist eine Störung des Rhythmus des Herzens. Dieses Flimmern kann durch Abgabe eines kontrollierten Stromstoß durch einen Defibrillator beendet werden und so kann der Herzrhythmus im besten Fall wieder hergestellt werden.

Einfache Anwendung
"Der Defibrillator ist auch für Kinder geeignet und kann von jeder Frau und jedem Mann ohne Vorkenntnisse bedient werden", erklärt StR Johann Rigelnik. Nach Einschalten des Defibrillators werden einem Sprachanweisungen gegeben, die zu befolgen sind. Zuerst entfernt man die Folien von den Elektroden und positioniert sie, wie abgebildet auf dem nackten Oberkörper. Der Defibrillator gibt dann die weiteren Anweisungen. Das Gerät ist so programmiert, dass es erkennt ob eine Herzrhythmusstörung vorliegt oder nicht. Nur beim Vorliegen einer Herzrhythmusstörung ist die Abgabe eines Stromstoßes möglich. Dadurch wird gewährleistet, dass man durch die Fehleinschätzung einer Situation dem Patienten keinen Schaden zufügen kann. Jeder kann ihn einfach bedienen.

"Entscheidend ist es auch den Defi in Verbindung mit einer Herzdruckmassage bzw. Beatmung zu benutzen. Denn im Notfall zählt jede Sekunde. Wir im Rettungsdienst sind froh, wenn Ersthelfer schon mit der Wiederbelebung begonnen haben. Dies erhöht die Überlebungschancen enorm", erklärt Sanitäter Peter Kert.

Keine Gefahr für den Anwender
Das Gerät weist während der Anwendung auf mögliche Gefahren hin. Es ist grundsätzlich darauf zu achten, dass man während der Schockabgabe den Patienten nicht berührt. Dieser soll auch nicht in einer Wasserlache liegen oder sich in einer explosionsgefährdeten Umgebung befinden.

Günstige Lage
"Der Standort vor dem Freibad hat sich angeboten, da sich in der Umgebung der Sportplatz, Tennisplatz und auch das Grenzlandheim befinden", so Rigelnik. Er ist leicht erreichbar und der Struktur leicht zu entnehmen.

Zusätzliche Sicherheit
Der Defi ist direkt mit der Rettungsleitzentrale verbunden und es wird sofort eine Verbindung mit der Leitzentrale bei der Betätigung hergestellt. " Der Kauf bzw. das Aufstellen wurde durch mich angeregt und durch den Antrag der ÖVP im Gemeinderat eingebracht", fügt Rigelnik hinzu. Die Finanzierung wurde über eine Spende des Firmeninhaber Fischer Edelstahlrohre bzw. Krankenhausbetreibers (Frisach)  Herrn Dr. Heinz Paar ermöglicht. "Als weiterer Schutz für die Bewohner unserer Gemeinde wird auch demnächst ein zweiter Defibrillator in der Nähe der Gemeinde in Bleiburg aufgestellt werden", verrät Bürgermeister Stefan Visotschnig. Der zweite wird aus der Sozialrücklage aus der Erbschaft Markun gezahlt werden. 

Johann Rigelnik vor dem neuen Defibrillator.
Peter Kert

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