Die Pfarrgemeinde als Rat aktiv mitgestalten

Gespannt auf das Wahlergebnis: Sekreträin Roswitha Schneider, Wolfgang Gracher und Assistent Franz Pipp (von links)
  • Gespannt auf das Wahlergebnis: Sekreträin Roswitha Schneider, Wolfgang Gracher und Assistent Franz Pipp (von links)
  • hochgeladen von Simone Jäger

Die Vorbereitungen für die Wahlen in den Pfarren laufen auf Hochtouren.

Am 18. März finden österreichweit die Pfarrgemeinderatswahlen statt. Wie diese Wahl abläuft, wer gewählt werden kann und was die Aufgaben eines Pfarrgemeinderats sind, hat die WOCHE bei Pater Wolfgang Gracher aus Völkermarkt hinterfragt.
„Es gibt drei verschiedene Wahlmodelle: Die Kandidatenliste, die Kandidatenliste mit Ergänzungen und die Urwahl“, erklärt Gracher. Die Anzahl der Pfarrgemeinderäte setzt der Pfarrer fest. Sie hängt von der Größe der Pfarre ab. In Grachers Pfarrverband kommen alle drei Wahlmodelle zum Einsatz. Wer am 18. März nicht wählen kann, hat die Möglichkeit der Briefwahl. „Die Briefe müssen bis zum Wahltag im Pfarramt eingelangt sein“, ergänzt der Pater.

Bereitschaft zur Mitarbeit
Wahlberechtigt sind junge Leute ab 14 Jahren, ab 16 kann sich jeder Interessierte für die Wahl aufstellen lassen. Eine Pfarrgemeinderats-Periode dauert fünf Jahre. „Die Bereitschaft zur Mitarbeit in der Kirche ist generell hoch, aber es ist schwierig, Menschen zu finden, die sich fünf Jahre dazu verpflichten“, sagt Gracher. Ein Pfarrgemeinderat hat viele verschiedene Aufgaben.

Vier Grundaufträge
Es gibt vier Grundaufträge, die die Räte erfüllen sollten. Es geht unter anderem darum, sich bei der Gestaltung von Messen und Wallfahrten einzubringen. Dienst am Nächsten und an der Gemeinschaft leisten die Pfarrgemeinderäte in Form von Geburtstagsbesuchen oder bei der Organsiation von Pfarrfesten. Es gibt auch in jedem Rat einen Ausschuss für Finanzen und Bau. „Für jeden Punkt gibt es einen Grundbeauftragten“, erklärt Gracher.
Ein Pfarrgemeinderat besteht jedoch nicht nur aus den gewählten Räten, es gibt auch kooptierte, entsandte und amtliche Mitglieder. Kooptiert kann zum Beispiel ein Jugendlicher werden, der seine Altersgruppe im Pfarrgemeinderat vertritt. Entsandte vertreten den Kirchenchor oder die Bibelrunde und amtliches Mitglied ist der Pfarrer.
„Der Pfarrgemeinderat beseelt, animiert und unterstützt die Pfarre“, fasst Pater Gracher zusammen.

ZUR SACHE: DIE DREI WAHLMODELLE DER PFARRGEMEINDERATSWAHL
Kandidatenliste: Pfarrer und bestehende Pfarrgemeinderäte gehen auf die Suche nach neuen Kandidaten. Wenn in einer Pfarre der Rat zum Beispiel aus sechs Personen bestehen soll, müssen mindestens neun Personen auf der Liste zur Auswahl stehen (150-%-Regel).

Kandidatenliste mit Ergänzungen: Wenn sich nicht genug Kandidaten für die Wahl aufstellen lassen, kann jeder Wahlberechtigte die Liste mit seinen Vorschlägen ergänzen. Diese Liste ist entweder dem Pfarrbrief beigefügt oder hängt direkt in oder vor der Kirche. Die Stimmen werden ausgezählt und die genannten Personen werden gefragt, ob sie Pfarrgemeinderat werden möchten.

Urwahl: Es gibt keine Kandidatenliste, bei der Wahl werden Personen vorgeschlagen. Wer die meisten Nennungen hat, wird als Erstes gefragt, ob er Pfarrgemeinderat werden will, dann der Zweite, der Dritte und so weiter.

Autor:

Simone Jäger aus Völkermarkt

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