Eisenkappler Florianis im Wespen-Einsatz

Michael Peterschinek, Lukas Golavcnik und Christian Osojnik sind Teil des Wespenbekämpfungsteams und rücken im Ernstfall aus
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EISENKAPPEL-VELLACH. Normalerweise rücken die Feuerwehren zu Brandeinsätzen, Verkehrsunfällen oder Umweltkatastrophen aus. Doch im Spätsommer sind es die Wespen, die die Florianis auf Trab halten. Auch einige Kameraden der Feuerwehr Bad Eisenkappel sind im Gemeindegebiet im Einsatz, wenn sich Wespen in unmittelbarer Nähe von Wohnhäusern oder Garagen eingenistet haben und eine Gefahr für die Bewohner darstellen.

Gefahr für Bewohner

"Unsere Wespenbekämpfungsgruppe besteht derzeit aus sechs Personen", verrät Christian Osojnik, der selbst seit fünf Jahren als Wespenbekämpfer für die Gemeindebürger im Einsatz ist. Entdeckt man zu Hause ein Wespennest, das man selbst schwer entfernen kann und das eine Gefahr für die Bewohner darstellt, kann man sich an die Feuerwehr wenden. Auch Bezirksfeuerwehrkommandant Helmut Blazej bestätigt: "Die Feuerwehr sollte nur verständigt werden, wenn wirklich Gefahr im Verzug ist."

Die Tiere umsiedeln

Vor allem für ältere Personen und Kinder können Wespennester eine Gefahr darstellen. "Wenn unser Kommandant eine Anfrage erhält, gibt er diese an mich weiter. Ich koordiniere dann den weiteren Einsatz und frage nach, wer aus unserem Team Zeit hat. Wir rücken dann schnellstmöglich, meistens zu zweit aus. Immer wenn es möglich ist, siedeln wir die Tiere um. Ist Gefahr im Verzug, müssen wir das Nest beseitigen", so Osojnik.

Anzug und Handschuhe

Ausgerüstet sind die Kameraden mit einem Schutzanzug, Schutzhandschuhen und einer Spritze, mitdessen Hilfe ein bestimmtes Mittel in das Wespennest gesprüht wird. "Nach der Behandlung sollte man dann einige Stunden warten, bevor das Nest vom Hausbesitzer entfernt wird." Wespennester können mitunter eine beachtliche Größe erreichen. "Das größte Nest, auf das wir bisher gestoßen sind, war rund einen Kubikmeter groß."

Derzeit keine Wespenplage

Einige Wespen-Einsätze haben die Kameraden diesen Sommer bereits absolviert: "Trotzdem kann man sagen, dass es heuer bisher eine eher ruhige Wespensaison war und es keine Wespenplage gibt."
Rund 50 Wespennester wurden von der Gruppe in den vergangenen Jahren in einer starken Saison entfernt. "Davon sind wir derzeit aber noch weit entfernt."

ZUR SACHE:

Bei allergischen Reaktionen nach einem Wespenstich (Fieber, Atemnot, Kreislaufkollaps) die Rettung verständigen.
Die betroffene Stelle nach dem Wespenstich mit Eis kühlen.
Bei einem Stich im Halsbereich kann eine Schwellung für jeden, auch nicht allergische Personen, zu einem Problem werden.
Bei einem Stich im Hals- und Mundbereich kann Speiseeis oder ein Eiswürfel verwendet werden, um das Zuschwellen der Atemwege zu vermeiden.

Michael Peterschinek, Lukas Golavcnik und Christian Osojnik sind Teil des Wespenbekämpfungsteams und rücken im Ernstfall aus

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