Er denkt im Beruf und im Verein stets an alle

Als Amtsleiter der Gemeinde Globasnitz ist Alois Opetnik (46), auch Obmann des SK Posojilnica Aich/Dob, stets am Ball
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Alois Opetnik über sein Leben zwischen Gemeindeamt und Volleyball-Halle.

Alois Opetnik (46), Amtsleiter der Gemeinde Globasnitz und Obmann des SK Posojilnica Aich/Dob, im Interview.

WOCHE: 2012 feiert der SK Aich/Dob sein 30-Jahr-Jubiläum. Was war der Ursprung zur Gründung des Vereins?
OPETNIK: Der Ursprung war in Medulin in Kroatien, wo 20 Burschen aus Aich Urlaub gemacht haben. Wir haben auf einem Bauernhof ein Seil über den Hof gespannt und begonnen Volleyball zu spielen. Zu Hause haben wir dann in der Hauptschule in Bleiburg ein Training durchgeführt, an dem über 20 Jugendliche teilgenommen haben.
Heute ist der Verein ein Aushängeschild des österreichischen Volleyballs. War dieser Erfolg bei der Gründung absehbar?
Nein, wir haben den Volleyballverein als Sportverein gegründet und auch Tischtennis gespielt. Gut möglich, dass der SK Aich/Dob heute als Tischtennisverein erfolgreich wäre.
Warum dann Volleyball?
In Aich ist mit Gerhard Kitzinger ein ehemaliger Volleyball-Nationalteamspieler sesshaft geworden. Er hat uns das Volleyballspielen beigebracht. Worauf wir stolz sind: 1991 sind wir nahezu ausschließlich mit Spielern aus Aich in die erste Bundesliga aufgestiegen.
Der SK Aich/Dob ist in der Grenzstadt Bleiburg groß geworden. In Zeiten, als das Europa von heute noch nicht geöffnet war. Warum gilt der Verein als Vorreiter des europäischen Gedankens?
Wir haben mit Vereinen aus Slowenien kooperiert, etwa unser erstes Testspiel gegen Meica ausgetragen. Und: Wir haben bei der Gründung Mut bewiesen, den SK Aich/Dob als zweisprachigen Verein gegründet und Sportinteressierte aus allen Bevölkerungsgruppen angesprochen.
Sie waren Mitglied der Aufstiegsmannschaft 1991. Auf welcher Position?
Ich war ein Aufspieler.
Sind Sie beruflich auch ein Aufspieler?
Durchaus, weil ich auch im Amtsleiterverband tätig bin. Ich bin quasi Spielgestalter, weil sich die Amtsleiter der Gemeinden vernetzen.
Es ist stets von Verwaltungsreformen die Rede. Was können Amtsleiter beitragen, die Verwaltung zu verbessern?
Wir nutzen unsere Potenziale besser und tauschen uns aus. Jeder hat Spezialgebiete, in denen er Kollegen helfen kann.
Die Politik thematisiert die Zusammenlegung von Gemeinden. Wie stehen die Amtsleiter dazu?
Das ist eine politische Entscheidung, auf die wir keinen Einfluss haben.
Dennoch: Was spricht dafür, was dagegen?
Gemeindeübergreifende Verwaltungseinheiten im kleinen Rahmen bringen sicher Vorteile. Aber speziell in kleinen Gemeinden haben die Bürger keine Hemmschwellen zu überwinden, wenn sie im Gemeindeamt Rat suchen. Hier ist der persönliche Kontakt entscheidend, der ein noch intensiveres Bürgerservice ermöglicht.

ZUR SACHE: DER OBMANN UND SEIN VEREIN
Beruflich ist Alois Opetnik Amtsleiter in Globasnitz, Bezirks- und stellvertretender Landesobmann des Amtsleiterverbandes.

In der Freizeit steht Opetnik dem Volleyball-Spitzenklub SK Aich/Dob vor. 1982 zählte er zu den Gründungsmitgliedern.

In Aich (180 Einwohner) begann die Erfolgsgeschichte mit Vize-Meistertitel und Europacup-Halbfinale als Höhepunkte.

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