Jubiläum
"Frauengemeinschaft Waisenberg" feiert das 40-Jahr-Jubiläum

Die Frauengemeinschaft besteht mittlerweile aus 30 Mitgliedern.
  • Die Frauengemeinschaft besteht mittlerweile aus 30 Mitgliedern.
  • Foto: Frauengemeinschaft Waisenberg
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Für "Frauengemeinschaft Waisenberg" steht Pflege des Brauchtums und der Traditionen im Fokus.

WAISENBERG. Im Jahr 1980 wurde die Bildungsgruppe der Bäuerinnen (heute Frauengemeinschaft Waisenberg) gegründet. Zur Feier des Jubiläums bekommen die Mitglieder der Frauengemeischaft einen passenden Hut zur "Trixnertaler Sonntagstracht". 

"Bäuerinnengemeinschaft"

Aus 17 Mitgliedern bestand die Frauengemeinschaft Waisenberg bei der Gründung im Jahr 1980. "Sechs Gründungsmitglieder arbeiten auch heute noch aktiv in der Gruppe mit", erzählt die langjährige Obfrau Sophie Kordesch, die das Amt im Jahr 2015 an Jutta Laßnig übergeben hat. Gegründet wurde die Gruppe, um den Frauen im weit zersiedelten Gebiet die Möglichkeit zu geben, sich regelmäßig zu gemeinsamen Aktivitäten zu treffen. "Dabei war und ist es uns ein großes Anliegen, unsere Kultur und unser Brauchtum in den Mittelpunkt zu stellen und zu pflegen", so Kordesch. Einige Jahre nach der Gründung wurde die Gruppe, damals unter der Leitung von Obfrau Karin Gfrerer, in "Bäuerinnengemeinschaft" umbenannt. "Auf Begehr der Gruppe hin haben wir uns im Jahr 2005 nochmals umbenannt und heißen seitdem "Frauengemeinschaft Waisenberg", erklärt Sophie Kordesch. 

Die "Trixnertaler Sommertracht"

Besonders stolz ist die Frauengemeinschaft auf die "Trixnertaler Sonntagstracht", die von den Mitgliedern getragen wird. "Die Entstehung unserer Tracht ist eine weitere Besonderheit unserer Geschichte. Karin Gfrerer und Hanni Schrottenbacher haben während einem Kurs in der Kapelle von Gut Frankenstein auf einem Gemälde die "Trixnertaler Tracht" entdeckt. Frau Schrottenbacher war voller Begeisterung und hat sofort damit begonnen, eine Mustertracht zu nähen", so Kordesch. Erstmalig wurde die Tracht, gemeinsam mit Frau Schrottenbacher, im Jahr 1998  von den Mitgliedern der Frauengemeinschaft genäht. "In den darauffolgenden Jahren haben wir auch das "Trixnertaler Sommerdirndl" geschneidert." Die Tracht besteht aus einem schwarzen Unterstock und einem einfarbigen Oberteil. "Dabei kann sich jeder selbst aussuchen, welche Farbe das Oberteil haben soll, Schürze und Tuch werden dann passend dazu gewählt." Eine Besonderheit ist auch der Aufputz aus Zinnknöpfen. "Und jetzt bekommen wir, zur Feier das Jubiläums auch noch einen passenden Hut zu unserer Tracht", freut sich Kordesch. 

Kräutersegnung und Adventsingen

An jedem ersten Sonntag im August wird in der Kirche in Klein St. Veit, kombiniert mit dem Jahreskirchtag, eine Kräutersegnung veranstaltet. "An unserem Kräuterstand bieten wir auch auserlesene und selbstgemacht Produkte an. Besonders stolz sind wir auf unseren "Xunden Klein St. Veiter Tee". Im Advent organisiert die Frauengemeinschaft auch das Adventsingen. Außerdem finden auch immer wieder Bastel- und Kochkurse statt, die von der Frauengemeinschaft organisiert und abgehalten werden. "Einen Teil unserer Einnahmen spenden wir an karitative Stellen oder hilfsbedürftige Menschen in unserer Umgebung", erklärt Kordesch. 

Das Wiegenkorb tragen

Auch die Brauchtumspflege wird bei der "Frauengemeinschaft Waisenberg" groß geschrieben. "2007 haben wir einen alten und in Vergessenheit geratenen Brauch, das Wiegenkorb tragen, wiederbelebt. Dieser Brauch war früher in ganz Kärnten üblich, allerdings wurde er von Region zu Region unterschiedlich praktiziert." Die Familien der Mitglieder werden nach der Geburt eines Neugeborenen beschenkt. Noch vor der Taufe werden folgende Geschenke überreicht: Ein "Fatschenpoppale" aus Germteig das symbolisieren soll, dass es dem Kind immer gut gehen soll. Ein Kranzerl für Mädchen oder ein Herzerl für Buben ebenfalls aus Germteig. Ein Taufhemdchen mit Namen, Taufdatum und religioösem Symbol bestickt, welches zur Taufe getragen wird und mit dem Wunsch verknüpft ist, dass es das Kind immer warm haben soll. Eine Dose Butterschmalz, gegen Fieber und Bauchweh. Ein Säckchen Plappergeld, damit das Kind bald reden kann und im das Geld niemals ausgeht. Sieben Eier, eine Flasche Rotwein und ein Hühnchen für die Mutter, die sich damit stärken soll. Und zu guter letzt ein Reindling, wenn es noch weitere Kinder gibt.

Autor:

Kristina Orasche aus Völkermarkt

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