Bleiburg
Pflegewohnhaus der slowenischen Schulschwestern von Caritas übernommen

Freuen sich auf das Miteinander: Caritasdirektor Ernst Sandriesser, Bereichsleiterin Donata Rössler-Merlin und die Schwestern Ambrozija Potočnik, Valentina Rupnik und Regina Tolmaier. Am Bild auch die Hochwürden Ivan Olip und Andrej Lamprecht, die die neue Haustafel segneten.
  • Freuen sich auf das Miteinander: Caritasdirektor Ernst Sandriesser, Bereichsleiterin Donata Rössler-Merlin und die Schwestern Ambrozija Potočnik, Valentina Rupnik und Regina Tolmaier. Am Bild auch die Hochwürden Ivan Olip und Andrej Lamprecht, die die neue Haustafel segneten.
  • Foto: Caritas/Johannes Leitner
  • hochgeladen von Kristina Orasche

Das Pflegewohnhaus in Bleiburg hat sich neben der Pflege alter und beeinträchtigter Menschen dem christlichen Glauben und der Zweisprachigkeit verschrieben. Bis Ende des Vorjahres wurde es von den Schulschwestern vom Heiligen Franziskus betrieben.

BLEIBURG. Das Pflegewohnhaus der slowenischen Schulschwestern vom Heiligen Franziskus in Bleiburg gehört seit Jahresanfang zur Caritas Kärnten. Es heißt nunmehr „Haus Maria/Dom Marija“. Die Gründe für die Übergabe liegen am Nachwuchsmangel und Alter der geistlichen Schwestern. Das Haus wird mit dem bisherigen Team im Sinne des Ordens weitergeführt.

Seit Jänner einen neuen Namen

Das Pflegewohnhaus, das am Fuße des Libitschbergs in Bleiburg liegt, hat sich neben der Pflege alter und beeinträchtigter Menschen dem christlichen Glauben und der Zweisprachigkeit verschrieben. Bis Ende des Vorjahres wurde es von den Schulschwestern vom Heiligen Franziskus betrieben. Seit 1. Jänner 2021 gehört es als zehntes Pflegewohnhaus zur Caritas-Familie und trägt mit Haus Maria/Dom Marija" einen neuen Namen. "Er passt zu uns Schwestern, weil die Muttergottes immer hilft, wenn es uns schlecht geht und sie ihren Schirm aufspannt, sodass wir ihren Segen und Schutz im ganzen Haus spüren", sagt Pflegedienstleiterin Valentina Rupnik. Sie berichtet von einer jahrelangen guten Zusammenarbeit in fachlichen Fragen und in puncto Lohnverrechnung mit der Caritas Kärnten.

Fehlender Nachwuchs

Hausoberin Regina Tolmaier begründet die neue Betreiberschaft durch die Caritas Kärnten mit dem fehlenden Nachwuchs und hohen Alter der geistlichen Schwestern. Von den neun Schwestern im Haus sind alle mit Ausnahme von Valentina Rupnik (41) im Pensionsalter. Schwester Regina (80), die für die Schwesterngemeinschaft verantwortlich ist und 25 Jahre für administrative und wirtschaftliche Angelegenheiten im Pflegewohnhaus zuständig war, sagt: "Wir leben wie die Caritas die christlichen Werte und bleiben mit ihr im kirchlichen Bereich. Unser Wunsch ist es, dass das Haus im selben Geist weitergeführt wird. Die Caritas garantiert dafür."

Hand in Hand durch den Alltag

Das "Haus Maria" bietet mit seinen breiten, lichtdurchfluteten Gängen zurzeit 53 Bewohnern ein geborgenes und schönes Zuhause. 51 Mitarbeiter – inklusive hauseigener Küche und Reinigung sowie Wäscherei – kümmern sich rund um die Uhr um das Wohlergehen der Senioren. Gearbeitet wird nach dem Pflegemodell von Monika Krohwinkel, das neben den Grundbedürfnissen Essen, Ankleiden und Waschen großen Wert auf die psychosoziale Betreuung und Biografie-Arbeit legt. Das Pflegewohnhaus der slowenischen Schulschwestern gibt es seit 56 Jahren. Von Anfang an wurden Werte wie Glaube, Spiritualität und Menschlichkeit gelebt. In der hauseigenen Kapelle findet – ausgenommen in Zeiten eines harten Lockdowns – täglich ein Gottesdienst statt. Außerdem betet Schwester Katja gemeinsam mit den Bewohnern jeden Nachmittag auf der Station Rosenkranz und begleitet das Gebet mit ihrem Orgelspiel. Von Beginn an wird Zweisprachigkeit gelebt. Die slowenische Sprache sei ein Angebot, aber keine Pflicht.

Freude über modernes Haus

Das Element der Zweisprachigkeit bleibe erhalten, verspricht Caritasdirektor Ernst Sandriesser. Mit dem "Haus Maria" befinde sich nun ein "nach modernsten Gesichtspunkten errichtetes Pflegewohnhaus unter dem Dach der Caritas". Sandriesser freut sich auf die Kooperation mit den geistlichen Schwestern und über voll motivierte Mitarbeiter unter der Leitung von Schwester Valentina. Mehrere Menschen aus Bleiburg und Umgebung warten derzeit auf einen Pflegeplatz. Sandriesser: "Wir sehen es als unseren Auftrag, uns des Themas der stationären Pflege in Bleiburg und Umgebung in enger Abstimmung mit den Verantwortlichen der Stadtgemeinde Bleiburg anzunehmen." Schwester Valentina und ihr Team werden weiterhin an der Seite der Bewohner stehen und sie durch den Herbst ihres Lebens begleiten. Schwester Valentina setzt auf das Miteinander: "Die Gemeinsamkeit gibt unserem Haus die Seele. Das schönste Geschenk ist es, wenn ich das zufriedene Lächeln in den Gesichtern unserer Bewohner und Mitarbeiter sehe."

Seit 1964 in Bleiburg

Der Orden. Die Gemeinschaft der Schulschwestern vom Heiligen Franziskus/ Šolske sestre sv. Frančiška ist aus einer Niederlassung der Grazer Schulschwestern in Marburg hervorgegangen. Seit 1890 haben die Schwestern eine Niederlassung in Kärnten. Das Provinzhaus befindet sich am Viktringer Ring in Klagenfurt. Provinzoberin ist Sr. Ambrozija Potočnik. Die geistlichen Schwestern wirken seit 1964 in Bleiburg. Die damalige Provinzoberin Pelagija Poschinger kaufte mit Ersparnissen der Provinz und der Hinterlassenschaft des verstorbenen Pfarrers Alojzij Kuhar das neuerbaute und vollmöblierte Haus von Jurij Trampuš. Im gleichen Jahr wurde hier eine psychiatrische Außenstelle des Landeskrankenhauses Klagenfurt – damals drei Schwestern, rund 20 Bewohner – eröffnet. Das Gebäude erfuhr im Laufe der Jahrzehnte immer wieder eine Erweiterung. Im Jahr 2010 wurde es nach einer totalen Revitalisierung samt Zubau neueröffnet.

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