Völkermarkt
Sechswöchige Totalsperre der Draubrücke im Herbst

Nach den Sommerferien soll die Sanierung starten
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Nach einer statischen Überprüfung steht fest: eine halbseitige Sperre mit Ampelregelung für die Dauer der Sanierung ist nicht möglich.

VÖLKERMARKT. Im Bezirk Völkermarkt investiert das Land Kärnten 2019 kräftig in die Straßen-Infrastruktur (die WOCHE berichtete). Eines der größten Bauvorhaben ist die Sanierung der Draubrücke. War dafür zuerst eine halbseitige Sperre mit Ampelregelung geplant, würde gestern bekannt, dass die Brücke für die Dauer der Sanierung komplett gesperrt werden muss. 

Brückenlager austauschen

Ursprünglich ging man von der Erneuerung des Fahrbahnbelages und der Sanierung der Fahrbahnübergänge aus. Die Sanierung wird jedoch umfangreicher als geplant ausfallen. "Aufgrund des Alters der Brücke wurde eine zusätzliche statische Überprüfung beauftragt. Deshalb wissen wir jetzt, dass teilweise auch Brückenlager dringend auszutauschen sind", erklärt Barbara Wedenigg aus dem Büro von Landesrat Martin Gruber. Die Brücke wurde 1958 errichtet, diese Alterserscheinungen seien deshalb nicht ungewöhnlich. 

Sechs Wochen Totalsperre

Ursprünglich war eine halbseitige Sperre mit Ampelregelung geplant. "Wir können so umfassende Sanierungsmaßnahmen aber nicht bei Aufrechterhaltung des Verkehrs oder bei halbseitiger Sperre durchführen", so Wedenigg. Aus heutiger Sicht wird von einer Totalsperre von sechs Wochen ausgegangen. "Völkermarkt ist Schul- und Verwaltungszentrum in Unterkärnten. Auch für die Pendler ist diese Sperre natürlich eine Herausforderung. Die Sicherheit der Bevölkerung hat Priorität, deshalb ist mir der Brückenschwerpunkt im heurigen Programm sehr wichtig", heißt es von Landesrat Martin Gruber.

9000 Fahrzeuge täglich

Täglich überqueren rund 9000 Fahrzeuge die Draubrücke. "Natürlich ist diese Totalsperre eine enorme Herausforderung, vor allem für die Pendler", so Bürgermeister Valentin Blaschitz. Dennoch bittet er die Bevölkerung um Verständnis: "Da es nicht anders möglich ist und die Sicherheit der Menschen hier im Vordergrund steht, müssen wir alle gemeinsam in diesen sauren Apfel beißen." Ein Verkehrskonzept für die Dauer der Sperre wird derzeit erarbeitet. "Die nächsten Drauübergänge sind beim Kraftwerk Edling und die Seidendorfer Draubrücke bei Tainach", erklärt Blaschitz. Pendler müssen damit mit einer Mehrfahrzeit von rund 15 Minuten rechnen.

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