"Situation bei Katzen ist dramatisch"

Gaby und Rudi Wogrin vor ihrem "Haus für Tiere" mit einem Teil ihrer eigenen Hunde
  • Gaby und Rudi Wogrin vor ihrem "Haus für Tiere" mit einem Teil ihrer eigenen Hunde
  • hochgeladen von Simone Jäger

EBERNDORF (sj). Gleich zwei Jubiläen feiern Gaby und Rudi Wogrin heuer. Seit 15 Jahren gibt es ihr "Haus für Tiere" in Unterbergen in der Marktgemeinde Eberndorf und am dritten Adventsonntag laden sie bereits zum zehnten Mal zum "Tierischen Advent" ein (Details siehe "Zur Sache"). "Der Tierische Advent ist eine gesellige Zusammenkunft von Tierfreunden zum Erfahrungsaustausch und zur Feier des Advents mit ihren Hunden", erklären die Wogrins. Im Vorjahr besuchten über den Tag verteilt rund 300 Interessierte mit 150 Hunden diese Feier.

89 Hunde heuer eingefangen

Während des Jahres bleibt den Wogrins sonst nicht viel Zeit zum Feiern. Für Hunde, Katzen und andere Kleintiere sind sie praktisch rund um die Uhr im Einsatz. "Heuer wurden von uns in Zusammenarbeit mit der Polizei und Tierfreunden im Bezirk 89 Hunde eingefangen", sagt Rudi Wogrin. Diese werden zunächst in Quarantäne gebracht und kommen dann zurück zu ihren Besitzern oder werden auf neue Plätze vermittelt. "Da ein Großteil der Hunde gechippt ist, ist der Besitzer meist schnell gefunden", ergänzt Gaby Wogrin. Dennoch leben derzeit auch sieben unvermittelbare Hunde im "Haus für Tiere".

Großes Leid bei Katzen

Während sich die Situation bei Hunden durch die Mikrochips verbessert hat, ist das Leid bei den Katzen laut den Wogrins "dramatisch". Alleine heuer wurden 121 Katzen-Babys abgegeben: "Ein Großteil von ihnen musste von unseren Mitarbeitern und Pflegern mit der Flasche aufgezogen werden." Die größten Ausgaben für das Tierheim fallen deshalb auch für die Kastration von wildlebenden Katzen rund um die Seen und Bauernhöfe im Bezirk an – rund 5.000 Euro im Jahr. "48 streunende Katzen konnten wir heuer einfangen und in der Tierklinik Miklauzhof kastrieren lassen", so Rudi Wogrin. Diese Katzen wurden entweder vermittelt oder wieder freigelassen.

Fremde Katzen nicht füttern

In diesem Zusammenhang betonen die Wogrins auch, dass sich viele Leute des Problems nicht bewusst sind: "Wenn mir eine Katze nicht gehört, soll ich sie auch nicht füttern, denn dann bleibt die Katze."
"Immer wieder gibt es Anrufe, dass jemand seit Wochen eine Katze beim Haus hat, die er eigentlich nicht will. Gefüttert hat er sie aber. Warum sollte die Katze also wieder gehen?", erklären die Wogrins. Dies sei falsch verstandene Tierliebe: "Wenn eine Katze gefüttert wird, hat sie keinen Grund mehr, den Weg nach Hause zu suchen."

Keine Tiere als Geschenk

Ebenso sehen die Tierheim-Betreiber Tiere als Weihnachtsgeschenk sehr kritisch: "Wir geben keine Tiere als Geschenke heraus. Weder zu Weihnachten noch unterm Jahr." Sollte sich ein Kind ein Tier wünschen, müssen die Eltern immer mitkommen: "So eine Entscheidung soll immer gut überlegt sein."

Zur Sache:

10. Tierischer Advent im "Haus für Tiere":

Wann: Sonntag, 17. Dezember (3. Adventsonntag)
Wo: "Haus für Tiere", Unterbergen (Gemeinde Eberndorf)
Beginn: 14 Uhr

Programm:

• Beratung und Infos über die Tierhaltung (Hunde, Katzen, Kleintiere)
• Infos über Hundebekleidung sowie Pflege und Ernährung von Hunden und Katzen
• Kostenlose Überprüfung des Mikrochips und der richtigen gesetzlich vorgeschriebenen Registrierung
• Infos über die Möglichkeit einer Tierpension von Hunden und Katzen im Urlaub oder bei Krankheit
• Erfahrungsaustausch mit Hundebesitzern, die den Lehrgang "Spielerisches erlernen der Grundkommandos" in diesem Jahr absolviert haben

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