Infoveranstaltung "Wir fürs Leben"
Startschuss von Gemeinden und Polizei gegen Drogen

Rudolf Stiff, Jakob Strauß, Klaus Innerwinkler, Simon Marin und Günther Kazianka (von links)
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Die Themen Sucht und Drogen haben mit 25 Drogentoten in Kärnten 2018 einen traurigen Höhepunkt erreicht. Als Gegenmaßnahme haben die 13 Gemeinden gemeinsam mit der Exekutive die Suchtpräventationsveranstaltung "Wir für's Leben" ins Leben gerufen.

VÖLKERMARKT. Seit 6. September 2018 ist das Sicherheitsforum "Sucht" im Bezirk installiert, bei dem Polizei, Bezirkshauptmannschaft und Stadtgemeinde gemeinsam Maßnahmen gegen Drogenmissbrauch ergreifen. Ein solches Projekt ist in Kärnten einzigartig.  Am 24. Jänner kommt es mit der ersten großen Informationsveranstaltung "Wir fürs Leben" zum Startschuss. Das Hauptaugenmerk liegt im Moment auf den Zehn- bis 14-Jährigen, wobei man laut Rudolf Stiff, Leiter des Kriminalreferates Völkermarkt, mit der Prävention am besten schon im Kindergarten anfangen sollte.

Gemeinden und Exekutive an einem Strang

Die 13 Gemeinden des Bezirkes Völkermarkt dienen dabei als Servicestellen und gehen ihrer moralischen und instanzlichen Verpflichtung nach. Man will ein Vorbild sein. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auch bei den Bewohnern und Eltern, denn es ist wichtig, diese für das Thema Drogen zu sensibilisieren. "Wir beschäftigen uns bereits lange mit der Thematik Prävention und sind froh, dass alle Bürgermeister im Boot sind. Gemeinsam wollen wir an Lösungen arbeiten", so Bezirkspolizeikommandant Klaus Innerwinkler. Dabei will man Alternativprogramme anbieten, die einen langfristigen Einfluss auf die Jugendlichen haben. "Es geht um unsere Kinder, unsere Zukunft", will Innerwinkler aufmerksam machen, denn "jeder Einzelne, den wir vom Suchtproblem abwenden können, ist ein Gewinn".

Gemeinsam die Gefahren bekämpfen

Bei der kommenden Veranstaltung wird neben Impulsvorträgen von Experten auch ein Imagefilm gezeigt, in dem Helferorganisationen ihre Möglichkeiten und Freizeitangebote für Kinder und Jugendliche im Bezirk vorstellen. Diese sollen einen Anreiz für die Jugendlichen schaffen. "Uns ist wichtig, dass niemand allein gelassen wird", so Bürgermeister Jakob Strauß. Für den Film wurden unter anderem auch bekannte Persönlichkeiten wie der ehemalige Schifahrer Rainer Schönfelder und Helmut Brunner von der Band Meilenstein interviewt. "Die Botschaft "Drogen sind eine Gefahr" soll klar kommuniziert werden", so Präventionsbeamter Günther Kazianka. "Das Selbstbewusstsein soll gestärkt werden, beispielsweise durch Mitwirken in Vereinen. Die Jugendlichen sollen süchtig nach dem Leben werden", führt er weiter aus. 


Hilfsangebote auch in Schulen

Neben den Freizeitangeboten im Bezirk wird auch auf die Schulsozialarbeit großen Wert gelegt, die eine weitere Anlaufstelle für Jugendliche darstellt. Auch Simon Marin vom Sozialhilfeverband Völkermarkt ist sich der tiefen Problematik bewusst: "Wir haben ein Suchtverhalten. Deswegen müssen wir aktiv sein und Aufklärung sowie Prävention betreiben".


Wir schaffen das!

"Wir haben uns ein großes Ziel gesetzt, aber wir schaffen das", ist sich Kazianka sicher. Der Bezirk Völkermarkt will gemeinsam mit der Exekutive den Weg aufzeigen. Alle sind sich einig: "Dies ist erst der Auftakt!"

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Veranstaltung:

Wann: 24. Jänner 2019,  Beginn: 19:00 Uhr (freier Eintritt) 

Wo: Neue Burg Völkermarkt

Hier lesen Sie alle Informationen zur Veranstaltung

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