Griffen
Valentin Hauser begibt sich auf eine Reise in vergangene Zeiten

Valentin Hauser hat vor Kurzem sein fünftes Buch fertiggestellt.
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Valentin Hauser wirft in seinem neuen Buch einen Blick in die Vergangenheit des Ortes Griffen.

GRIFFEN. In seinem fünften Buch "Griffen, wie es früher einmal war", begibt sich Valentin Hauser auf eine Reise zurück in vergangene Zeiten und wagt einen Streifzug durch das Alltagsleben der Familien in und rund um den beschaulichen Markt Griffen um das Jahr 1910. 

Reise in die Vergangenheit

Valentin Hauser geht unter anderem den Fragen "Was war das für eine Zeit damals in der Monarchie und danach? Wie und wovon lebten die Leute? Waren das wirklich die guten alten Zeiten? nach. "Einer, der Antworten auf diese Fragen wusste, war der 1901 in Griffen geborene Hans Kunzer, der hier seine Kinder- und Jugendjahre verbracht hat. In jungen Jahren ist er dann nach Wien gezogen, wo er 1984 verstorben ist", erklärt Hauser. Zeit seines Lebens war Kunzer mit seinem Geburts- und Heimatort tief verbunden. "Er hat nie die Jahre in Griffen vergessen, die er als wunderschön beschrieben hat."


Lebenserinnerungen von Hans Kunzer


In den späten 70er-Jahren hat Kunzer seine Griffner Erinnerungen niedergeschrieben und die Aufzeichnungen an den damaligen Griffner Volksschuldirektor und Standesbeamten Thomas Kurat übergeben. "Einige Jahre später und nach Rücksprache mit Hans Kunzer, mit dem ich einige Male persönlich zusammengetroffen bin, hat mir Herr Kurat die Lebenserinnerungen seines Freundes, mit der Bitte, diese zu korrigieren, abzuändern, zu ergänzen und wenn möglich, zu veröffentlichen, übergeben", erinnert sich der Griffner. 

Erinnerungen an die Erzählungen wecken

Danach hat Hauser einige Jahre mit der weiteren Recherche für das Buch verbracht. "Ich habe in Archiven und von Privatpersonen weitere Informationen und Daten, die einen Bezug zum damaligen Griffen haben, gesammelt." So war es Hauser möglich, eine besonders auf den Markt Griffen und die umliegenden Ortschaften bezogene zeitgeschichtliche Zusammenfassung von den Geschehnissen in der Vergangenheit zu erstellen. "Die heutigen jüngeren Menschen und deren Nachkommen werden kaum glauben und nachvollziehen können, unter welchen Bedingungen unsere Vorfahren gelebt haben. Und vielleicht wird auch bei den älteren Lesern die Erinnerung an Erzählungen der Eltern oder Großeltern wach, wie es auch bei mir der Fall war", so der Autor. 

1.900 Arbeitsstunden

Auf die Idee zu diesem Buch hat Hauser sein Freund Peter Handke gebracht. "Kurze Zeit, nachdem ich mein Buch "Die Bluttaten des Franz P." fertiggestellt habe, hat mich Peter Handke gefragt, worum es in meinem nächsten Buch gehen wird", erinnert sich der Griffner. "Darüber habe ich mir zu dieser Zeit noch keine Gedanken gemacht. Woraufhin Peter bestimmend gesagt hat, dass ich über die alten Zeiten Griffens und das damalige Leben schreiben soll", so Hauser weiter. Von der Idee bis zur Fertigstellung des Buches hat Hauser rund eineinhalb Jahre gebraucht. "Etwa 1.900 Arbeitsstunden habe ich für dieses Buch aufgewendet."

Geleitwort von Peter Handke

Für das Buch "Griffen, wie es früher einmal war" hat Peter Handke das Geleitwort verfasst. "Darin bezieht sich Peter auf ein spezielles Kapitel im Buch, in dem die Vulgonamen/Hausnamen von damals ausführlich beschrieben werden", erklärt Hauser. Im Geleitwort von Peter Handke heißt es: "Beim Lesern deines Werkes hatte ich die Phantasie, dass alle die verschwundenen Hausnamen von einst wieder gelten und Häuser wie auch Örtlichkeiten heimeliger bezeichnen als die heute geltenden bloßen Familiennamen-Adressen."

Preis für neuen Hausnamen

Handke wurde in dem Haus mit dem Vulgo-Namen "Beim Wunder" geboren und hat einige Jahre seiner Kindheit in dem Haus mit dem Vulgo-Namen "Beim Zottl" verbracht. "Das Haus, das ich heute bewohne, zwischen Paris und Versailles, hat in meinem Tagtraum den Vulgo-Namen ,Beim Zottl-Wunder' oder ,Beim Wunder-Zottl'. Und so schreibe ich hier einen Preis aus: Der Leser dieses Buches, der für sein Haus oder seine Hütte frisch einen Namen erfindet der mir als der schönste erscheint, bekommt von mir einen ,Neuen-Hausnamen-Preis'", erklärt Handke in dem Geleitwort. 

Beitrag zum Jubiläumsjahr 2020

Detailliert beschreibt Hauser in seinem Buch auch die Zeit der Volksabstimmung in Griffen. "Beschrieben werden unter anderem bis dato unbekannte Geschichten zum Abwehrkampf und der Volksabstimmung die sich auf Griffen beziehen", erklärt Hauser. Damit möchte der Griffner seinen Beitrag zum Jubiläumsjahr 2020 leisten. Erhältlich ist das Buch "Griffen, wie es einmal war", in allen Buchhandlungen und bei der Autor selbst. Es umfasst 184 Seiten, die mit 130 Fotos ausgeschmückt sind. Die Buchpräsentation findet am Freitag, 6. März, um 19.30 Uhr im Kultursaal Griffen statt. 

ZUR PERSON:

Name: Valentin Hauser
Geburtstag: 11. Februar 1949
42 Jahre lang war Hauser Bediensteter der Gemeinde Griffen und unter anderem für die Instandsetzung des Griffner Schlossberges verantwortlich.
Der Griffner war auch als Leiter und Trompeter der Musikgruppe "Griffner Buam" tätig
2002 wurde Hauser bei der ORF-Sendung "Frisch gekocht" zum Österreichischen Kochchampion gekürt.
Seit 2008 ist Valentin Hauser im Ruhestand. Seitdem widmet er sich dem Schreiben von Büchern.

Autor:

Kristina Orasche aus Völkermarkt

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