"Wir werden kämpfen!"

Geht es nach Innenministerin Johanna Mikl-Leitner, sollen 30 von 96 Polizeidienststellen in Kärnten geschlossen werden. Im Bezirk Völkermarkt wären die Dienstellen in Ruden, Griffen, Gallizien und Globasnitz betroffen. Die Bürgermeister wollen um den Erhalt der Dienststellen kämpfen.
"Ich habe es befürchtet, dass wir auf der Liste stehen könnten", erklärt Rudolf Skorjanz, Bürgermeister von Ruden, "es bleibt uns nur eine kurze Zeit zum Kämpfen, aber wir werden uns wehren." Besonders bedenklich findet Skorjanz, dass auch die nächstgelegene Dienstelle in der Nachbargemeinde Griffen geschlossen werden soll: "Das ist ein brutaler Kahlschlag". 1997 wurde im Rudener Gemeindeamt die Polizei einquartiert: "Die Räumlichkeiten sind modern, im Gegensatz zu anderen Dienststellen, die Gemeinde hat viel investiert."
Für Griffens Bürgermeister Josef Müller ist die Schließung der Polizeidienststelle wegen der Nähe zur Autobahn nicht nachvollziehbar: "Wir befinden uns an einem neuralgischen Punkt, bei Unfällen wird der gesamte Verkehr durch den Ort umgeleitet." Nördlich der Drau gäbe es im Bezirk nach einer Schließung nur mehr eine Polizeidienststelle in Völkermarkt für vier Gemeinden: "Wir werden Protest einlegen".

Auch südlich der Drau soll es im Bezirk zwei Polizei-Dienststellen treffen: Globasnitz und Gallizien. "Zuerst kommen sie mit der Idee des Dorfpolizisten und dann wollen sie unsere Dienststelle schließen", ärgert sich Bürgermeister Rudolf Tomaschitz, "nach der Post nun auch die Polizei im Ort - wie Wien mit uns verfährt ist lächerlich." Auch Tomaschitz will "seine" Polizei nicht kampflos aufgeben.
Bürgermeister Wolfgang Wölbl ist "sauer" auf das Innenministerium: "Wir wurden in Globasnitz nicht einmal informiert. Ich habe von einer Reporterin von den Schließungsplänen erfahren. Es wird keine Rücksicht auf die Bevölkerung genommen." Wölbl sieht die Vorgehensweise als "Frechheit": "Auch die Gemeinde ist Teil des Staates. Es ist der falsche Weg, sich über die kleinen Posten herzumachen."

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