Ländliches Wegenetz
1,7 Millionen Euro für die Wege im Bezirk Völkermarkt

Das Land Kärnten forciert Investitionen in das ländliche Wegenetz. Auch im Bezirk werden drei Projekte umgesetzt
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  • Foto: Büro LR Gruber
  • hochgeladen von Kristina Orasche

Das Land Kärnten forciert Investitionen in das ländliche Wegenetz. Allein im Bezirk Völkermarkt wurde ein Bauvolumen von 1,7 Millionen Euro bereits fixiert.

BEZIRK VÖLKERMARKT. Kärntenweit werden heuer vom Land Kärnten rund 9,7 Millionen Euro in das ländliche Wegenetz investiert, was allerdings ein Gesamtbauvolumen von um die 18 Millionen Euro – also quasi das Doppelte – auslöst. Da großteils regionale Firmen beschäftigt werden, freut es die Kärntner Wirtschaft. 


700.000 Euro Förderung

Die Agrartechnik des Landes setzt im ganzen Land 338 Wegprojekte um, 66 davon betreffen allein Wege, die während des Sturmtiefs "Vaia" erwischt wurden. Diese 66 beschädigten oder zerstörten Wege weisen einen Schaden von 1,9 Mio. Euro auf, 1,1 Mio. wurden an Landesförderung zugesichert. Von den fast zehn Mio. Euro an Landesförderung fließen sechs Millionen in bereits fixierte Projekte – in sehr vielen Gemeinden (98 von 132). Die restlichen rund vier Millionen Euro kommen Projekten zugute, die derzeit noch ausgearbeitet werden. 
Im Bezirk Völkermarkt betragen die Baukosten der schon fixen Vorhaben rund 1,7 Millionen Euro, wovon 700.000 Euro gefördert werden.
 

Die Lebensqualität

Der zuständige Landesrat Martin Gruber weiß um die Bedeutung des ländlichen Wegenetzes, schließlich war er selbst mal Bürgermeister einer kleinen Gemeinde: "Es ist mir ein großes Anliegen, dass wir in das ländliche Wegenetz investieren. Weil ich weiß, dass diese Infrastruktur entscheidend ist für die Mobilität der ländlichen Bevölkerung und damit auch für ihre Lebensqualität."

Drei große Projekte

Im Bezirk werden etwa in das Projekt "Togain" in Völkermarkt 320.000 Euro investiert. Der Asphalt ist in diesem Bereich komplett zerstört, daher werden eine neue Asphaltschicht aufgetragen und die Entwässerung optimiert. So können etwa vier Höfe und ein Wochenendhaus wieder besser erreicht werden. Das Vorhaben "Oberburger Weg" befindet sich in St. Kanzian, es kostet 263.000 Euro. Auch hier ist der Asphalt komplett zerstört. Es werden die Tragschicht verstärkt und eine neue Asphaltschicht aufgetragen. "Haimburg-Großenegg" ist auch eines der Projekte auf der Liste. In dieses Projekt fließen 265.000 Euro. Der Weg ist in einem schlechten Zustand, es gibt viele Schlaglöcher. Die schlechtesten Teilstücke im Ausmaß von 1,5 Kilometern werden saniert.

Erreichbarkeit wichtig

Landesrat Martin Gruber: "Ob Fahrten zur Arbeit, zur Schule oder zum Arzt, die Erreichbarkeit mit Rettung und Feuerwehr, die Teilnahme am gesellschaftlichen und kulturellen Leben, die Bewirtschaftung der ländlichen Gebiete – für all das ist das ländliche Wegenetz eine Grundvoraussetzung."


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Infos zum ländlichen Wegenetz:

In Kärnten gibt es ein 8.600 Kilometer langes Wegenetz, davon sind 2.900 Kilometer in gutem oder sehr gutem Zustand (über Erhaltungsprogramm "Modell Kärnten").
Das ländliche Wegenetz bilden Straßen und Wege außerhalb des Ortsgebietes, die mit Kraftfahrzeugen befahren werden können. Nicht dazu gehören: Maut-, Forststraßen, Almwege.
Die Wegprojekte betreuen Mitarbeiter der Agrartechnik des Landes, die auch bei Katastrophen zum Einsatz kommen. Bei der Errichtung der Umfahrungsstrecke bei Promeggen im Lesachtal war z. B. der Agrarbauhof maßgeblich beteiligt.

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