Nach Sturmschäden
Abtransport von Holz belastet Straßen

<f>Sturmtief "Yves"</f> sorgte vor allem in Sittersdorf und Eisenkappel-Vellach für große Forstschäden
  • <f>Sturmtief "Yves"</f> sorgte vor allem in Sittersdorf und Eisenkappel-Vellach für große Forstschäden
  • Foto: Kristina Orasche
  • hochgeladen von Simone Jäger

Sonderförderung für Sanierung von Forststraßen in Sturmgebieten beschlossen.
EISENKAPPEL-VELLACH, SITTERSDORF. Sturmtief "Yves" hat im Dezember des Vorjahres große Forstschäden vor allem in den Gemeinden Eisenkappel-Vellach und Sittersdorf hinterlassen. Der rasche Abtransport des Schadholzes war und ist nötig, um dem Borkenkäfer Einhalt zu gebieten.
Laut Bürgermeister Franz Josef Smrtnik sind in der Gemeinde Eisenkappel-Vellach bis jetzt rund 80 Prozent der Forstschäden aufgearbeitet.
Ähnlich sieht es in der Nachbargemeinde Sittersdorf aus. Hier wurden bis dato laut Bürgermeister Jakob Strauß rund 90 Prozent der Schäden bereits aufgearbeitet: "Es könnte sein, dass heuer noch alles fertig wird."

Rund 400.000 Euro im Topf

Der Holztransport hat Forst- und natürlich auch den Gemeindestraßen und Verbindungswegen stark zugesetzt, da teilweise die Gewichtsbeschränkung durch Tauwetter aufgehoben war. Am Montag wurde in einer Sitzung der Landesregierung eine Sonderförderung für die Instandsetzung von Forststraßen für die Bezirke Völkermarkt, Klagenfurt-Land, Spittal und Hermagor beschlossen. Diese Bezirke waren im Vorjahr am stärksten von Stürmen betroffen. "Die Grundbesitzer haben durch die Stürme ohnehin schon großen Schaden erlitten. Es ist mir ein Anliegen, sie damit bei der Instandhaltung der Forstwege zu unterstützen", sagt der zuständige Landesrat Martin Gruber in einer Presseaussendung (Details siehe "Zur Sache").

Hilfe für Gemeindestraßen

Smrtnik und Strauß begrüßen die Sonderförderung für Grundbesitzer. Laut Smrtnik, der selbst Waldbesitzer in Trögern ist, wurde durch "Yves" heuer so viel Holz transportiert wie sonst in 15 Jahren: "Darunter haben alle Straßen gelitten. Die Forststraßen wurden teils provisorisch gerichtet."
Strauß macht darauf aufmerksam, dass die Gemeindestraßen unter der Belastung aber mehr gelitten haben: "Aus allen Gräben rollen die Transporte über die Sittersdorfer Gemeindestraßen." Demnächst wird es eine Besichtigung der Gemeindestraßen in den beiden Gemeinden geben und eine grobe Kostenschätzung. "Dann werden wir in der Landesregierung vorstellig werden", so Strauß.

Schutz vor Hochwasser

Ebenfalls zum Großteil bedingt durch "Yves" stehen laut Smrtnik in seiner Gemeinde in den nächsten acht Jahren Wildbachverbauungen in der Höhe von sechs Millionen Euro an: "Da kommen auf die Gemeinde Kosten von 900.000 Euro zu. Das wird schwer, aber wir müssen etwas machen." So soll zum Beispiel die Vellach auf Höhe der ehemaligen Zellstofffabrik verbaut werden und die Brücke zum Recyclinghof erhöht werden, um Hochwassern Stand zu halten. Laut dem Bürgermeister soll dazu mit mehreren Gemeinden ein Verband gegründet werden, um bessere Bundesförderungen zu erhalten.

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Zur Sache:

• Am Montag wurde von der Landesregierung ein Sonderfördertopf für die Instandsetzung von Forststraßen in Sturmgebieten beschlossen. Forstreferent LR Martin Gruber hat das Sonderförderungsmodell der Landesregierung vorgelegt.

• Die Förderquote beträgt 50 Prozent bei Instandsetzungskosten für Arbeiten wie Schotterung, Walzen oder Gradern.

• Der Sonderfördertopf ist mit rund 400.000 Euro dotiert.

• Förderanträge können ab sofort direkt bei der Landesforstdirektion eingereicht werden.

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