Ruden
Der alten Lippitzbach-Brücke droht der Abriss

Die alte Lippitzbach-Brücke in Ruden ist seit rund einem Jahr auch für Fußgänger und Radfahrer gesperrt
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Gibt es bis Ende des Jahres keine Einigung zwischen Land und Gemeinde, wird die Brücke abgetragen.

RUDEN (ko). Seit rund einem Jahr ist die alte Lippitzbach-Brücke in Ruden sowohl für den Verkehr als auch für Fußgänger und Radfahrer wegen "Gefahr in Verzug" gesperrt. Die WOCHE hat bei Land und Gemeinde nachgefragt, wie es jetzt mit der alten Lippitzbach-Brücke weitergehen soll. 

Totalsperre noch aufrecht

Die alte, teilweise denkmalgeschützte Lippitzbach-Brücke, die die Gemeinden Ruden und Bleiburg miteinander verbindet, wurde im Mai 2018 auch für Fußgänger und Radfahrer gesperrt. Der Grund für die Totalsperre: Der Holzbohlenbelag ist morsch und das darunterliegende Stahltragwerk verrostet. Es herrscht Gefahr in Verzug. "Wir wurden von Sachverständigen des Landes informiert und mussten handeln. Aus touristischer Sicht ist das natürlich sehr schlecht, aber der Schutz der Menschen geht vor", erklärte Bezirkshauptmann Gert Klösch damals im Gespräch mit der WOCHE. Bis heute ist die Totalsperre der Brücke aufrecht geblieben. 

Kosten vier Millionen Euro

"Im Bezug auf die Sanierung der Brücke hat sich leider bis heute nichts getan. Im Gegenteil, die Situation hat sich leider weiter verschlechtert", erklärt der Bürgermeister von Ruden Rudolf Skorjanz. Laut dem Büro von Landesrat Martin Gruber würde die Wiederherstellung der Befahrbarkeit von Brücke und Straße auf der Bleiburger Seite rund vier Millionen Euro kosten. Rund eine Million Euro davon müssten alleine in die Brücke gesteckt werden. "Auch der Südanstieg müsste ohne Sanierung mittelfristig gesperrt werden. Aufgrund der geologischen Verhältnisse ist der Hang dort in Bewegung, was für die großen Schäden verantwortlich ist. Daher macht eine Sanierung ohne Südanstieg keinen Sinn, da die Brücke in eine Sackgasse führen würde", heißt es aus dem Büro von Martin Gruber. 

Sanierung nicht finanzierbar

"Es hat in der Vergangenheit ein paar Gespräche zwischen Gemeinde und Land gegeben", so Skorjanz. Das Land Kärnten erklärte sich dabei bereit, die Brücke zu sanieren, wenn sich die Gemeinden Ruden und Bleiburg an den Kosten des Südanstieges beteiligen. Der Südanstieg würde dann in den Besitz der Gemeinde übertragen werden. "Natürlich ist es uns ein Anliegen die Straße und auch die Brücke zu erhalten und wieder befahrbar zu machen. Aber wir können die Sanierung nicht aus der Gemeindekasse bezahlen", so der Rudener Bürgermeister. 

Nur Gesamtlösung möglich

In die neue Lippitzbach-Brücke inklusive Rad- und Gehweg wurden vom Land Kärnten rund neun Millionen Euro investiert. Weitere vier Millionen Euro Landesmittel in die alte Brücke zu investieren, die nur 325 Meter Luftlinie entfernt ist, sei gegenüber den Steuerzahlern schwer zu rechtfertigen. Können sich Gemeinde und Land nicht über die Finanzierung der Sanierung einigen, wird die Brücke abgetragen. "Es kann aus meiner Sicht nur eine Gesamtlösung für die Brücke und den Südanstieg geben oder die alte Lippitzbach-Brücke muss abgetragen werden. Die Zeit drängt, deshalb erwarte ich mir eine definitive Entscheidung der Gemeinden bis Ende des Jahres", bezieht Landesrat Martin Gruber Stellung.

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