Stichwahlen im Bezirk
Der Kampf um den Chefsessel läuft noch in vier Gemeinden

In vier Gemeinden im Bezirk gibt es eine Stichwahl.
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In Eisenkappel, Sittersdorf, Bleiburg und Eberndorf hat keiner der Kandidaten mehr als 50 Prozent der Stimmen bekommen. Deshalb gibt es eine Stichwahl.

BEZIRK VÖLKERMARKT. Die Bürgermeister- und Gemeinderatswahlen sind geschlagen. Ein nervenaufreibender Wahlsonntag liegt hinter uns. Doch für insgesamt acht Bürgermeister-Kandidaten geht der Wahlkampf weiter. Denn in vier Gemeinden konnte im ersten Wahlgang kein Bürgermeister die 50-Prozent-Hürde erreichen. In den Gemeinden Eisenkappel-Vellach, Sittersdorf, Bleiburg und Eberndorf gibt es deshalb eine Stichwahl. Diese findet am 14. März statt. Der Vorwahltag ist am kommenden Freitag.

19 Stimmen Unterschied

Denkbar knapp war das Ergebnis des ersten Wahlganges am Sonntag in der Gemeinde Eisenkappel-Vellach. Der amtierende Bürgermeister Franz Josef Smrtnik (EL) erreichte mit 670 Stimmen 43,48 Prozent, auf Lisa Lobnik (SPÖ) entfielen 689 Stimmen (44,71 Prozent). Die beiden trennen also nur 19 Stimmen. "Ich bin von dem Ergebnis sehr enttäuscht und hätte mir erwartet, dass ich als amtierender Bürgermeister besser abschneide. Ich arbeite seit zwölf Jahren als Bürgermeister für die Gemeinde und möchte das auch weiterhin tun. Die Menschen hier liegen mir sehr am Herzen", erklärt Smrtnik. 

Mit Vorsprung in die Wahl

In der Stichwahl geht es jetzt für Smrtnik darum, Bürgermeister zu bleiben. Gewinnt Lobnik, wäre sie die erste Frau im Bezirk, die das Bürgermeisteramt inne hat. "Ich habe wirklich eine große Freude mit diesem Ergebnis. Wir sind mit dem Ziel in die Wahl gegangen, dass es zu einer Stichwahl kommt. In diese Stichwahl gehen wir jetzt mit einem leichten Vorsprung, was natürlich gute Voraussetzungen sind", so Lisa Lobnik. 

Elf Stimmen haben gefehlt

Auch in Sittersdorf wird es eine Stichwahl geben. Dieser stellen sich Gerhard Koller von der SPÖ, der 49,15 Prozent der Stimmen bekommen hat und Willibald Wutte (Team Wutte) der 29,66 Prozent der Stimmen bekommen hat. Elf Stimmen hätten Koller im ersten Wahlgang noch gefehlt, um die 50 Prozent-Hürde zu knacken. "Es ist ein tolles Ergebnis. Ich bin sehr zuversichtlich, was die Stichwahlen betrifft. Sittersdorf liegt mir und meinem Team sehr am Herzen und wir haben für die Zukunft viel vor", so Koller. "Mit dem Ergebnis bin ich sehr zufrieden. Wenn ich Bürgermeister werde, kann ich als unabhängiger Kandidat Entscheidungen zum Wohle aller Gemeindebürger treffen und so mehr positives für unsere Gemeinde bewirken", erklärt Wutte.

Stichwahl hat Tradition

Tradition hat die Stichwahl in der Gemeinde Bleiburg. Bereits seit 1991 gibt es ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen der SPÖ und der ÖVP um den Bürgermeistersessel. Auch heuer stellen sich Stefan Visotschnig (SPÖ), der 44,59 Prozent der Stimmen bekommen hat und Daniel Wrießnig (ÖVP) auf den 40,24 Prozent der Stimmen entfallen, der Stichwahl. Die beiden gehen mit einem Abstand von 107 Stimmen in die Stichwahl. "Mit dem Ergebnis bin ich sehr zufrieden. Ich stehe für Erfahrung, die besonders in diesen Zeiten, die nicht leicht sind, wichtig ist und werde mich dafür einsetzen, dass es auch in Zukunft in Bleiburg gut weiter geht. Außerdem liegt mir auch das Gemeinsame sehr am Herzen", erklärt Visotschnig. "Ich möchte mich bei allen für die Unterstützung bedanken. Jetzt liegt es an den Bleiburgern zu entscheiden, ob sie eine Veränderung wollen, oder nicht. Ich wäre gerne Bürgermeister und habe auch schon bewiesen, dass ich das Amt ausüben kann, als Stefan 2015 leider krank geworden ist und ich das Amt übernehmen müsste", erklärt Wrießnig. 

Bei Stichwahl abstimmen

Ebenfalls eine Stichwahl gibt es in Eberndorf. Weder Wolfgang Stefitz (SPÖ) noch Friedrich Wintschnig (ÖVP) bekamen im ersten Wahlgang mehr als die Hälfte der Stimmen. Für Wolfgang Stefitz stimmten 49,39 Prozent der Wähler, für Friedrich Wintschnig 33,52 Prozent der Wähler. "Es wäre natürlich schön gewesen, wenn wir die Wahl im ersten Wahlgang gewonnen hätten. Dennoch bin ich sehr zufrieden mit dem Ergebnis und bedanke mich bei allen, die mir ihr Vertrauen geschenkt haben. Ich möchte alle Eberndorfer bitten, auch bei der Stichwahl ihre Stimme abzugeben. Denn hier zählt wirklich jede Stimme. Ich würde mich freuen, wenn ich Bürgermeister werde und werde alles tun, um dem Vertrauen, das mir die Menschen geschenkt haben, gerecht zu werden", so Stefitz. "Wir haben darauf hingearbeitet, dass es zu einer Stichwahl kommt und freuen uns, dass wir das erreichen konnten. Mit mir als Bürgermeister würde ein neuer, frischer und dynamischer Wind in die Gemeindestube einziehen", erklärt Wintschnig.

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