Vorsorglich Geld für Petzen sparen

Wäre ein Petzen-Fonds nur ein Tropfen auf dem heißen Stein oder zumindest ein nachhaltiger Schritt in die Zukunft?
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  • hochgeladen von Peter Michael Kowal

„Petzen-Koalition“ bringt Antrag ein, einen Fonds für den Hausberg zu gründen.

Wie die WOCHE bereits Ende Juli exklusiv berichtete, stellt Finanz-Landesrat Harald Dobernig (FPK) den Petzen-Bergbahnen die Rute ins Fenster. Das Land habe den jährlichen Abgang und nachhaltige Finanzierungen von rund 900.000 Euro abzudecken. Aber: „Es kann auf Dauer keine Abgangsfinanzierung mehr geben!“
Die Bergbahnen stehen zu 99 Prozent im Eigentum des Landes, ein Prozent teilen sich die Gemeinden Feistritz ob Bleiburg und Bleiburg. Indes arbeiten die Bergbahnen-Verantwortlichen intensiv an einem Sommerkonzept, das sich auf drei Säulen stützt: Familienerlebnis (Wandern und Spielstationen), Mountainbike-Park und einzigartige Gastronomie, nämlich ein überdimensionales „Baumhaus-Restaurant“.

Opposition ist sich einig!
Diese Nachrichten haben Vladimir Smrtnik, Vorsitzender der „Feistritzer Einheitsliste“, auf den Plan gerufen: Mit Unterstützung von SPÖ und BZÖ/Bürgerliste brachte er im Gemeinderat den Antrag ein, einen Petzen-Fonds zu gründen.
Dieser Fonds solle jährlich mit 50.000 Euro aus der Gemeindekassa und Beiträgen aller Bezirksgemeinden gefüllt werden (siehe unten). „Es geht um den Fortbestand der Bergbahnen, die touristisch für die gesamte Region von Bedeutung sind“, begründet Smrtnik. Die Mittel aus dem Fonds sollen zweckgebunden für den Ausbau der Infrastruktur im Skigebiet verwendet werden. Auch BZÖ/BL-Gemeinderat Friedrich Koren sieht die Bergbahnen in ihrer Existenz gefährdet und betont: „Vorsorgen ist leichter als heilen!“ Der Antrag wird demnächst im Finanzausschuss und im Gemeindevorstand behandelt.
Bürgermeister Fritz Flödl (Liste für alle) sieht bei der Gestaltung der Zukunft das Land am Zug, weil „die Petzen eine überregionale Bedeutung hat.“ Und: „Wir brauchen ein Gesamtkonzept!“ Sollte es jedoch „Sinn machen“, kann er sich vorstellen, dass seine Fraktion dem Antrag zustimmt. Brisantes Detail am Rande: Die Antragsteller haben mit zehn Mandaten leicht die Überhand gegenüber der Bürgermeister-Partei mit neun Mandaten ...

ZUR SACHE: DER ANTRAG IM WORTLAUT
Die Feistritzer Einheitsliste, SPÖ und BZÖ/BL haben folgenden Antrag in der Sitzung des Gemeinderats eingebracht. Sie fordern, erstens: Dass die Gemeinde Feistritz ob Bleiburg jährlich als Standortgemeinde der Petzen-Bergbahnen 50.000 Euro dem Petzen-Fonds zuführen soll (gilt für die Dauer der laufenden Mandatsperiode).

Zweite Forderung: Der Bürgermeister soll beauftragt werden, mit den anderen Gemeinden des Bezirkes über eine finanzielle Beteiligung am Petzen-Fonds zu verhandeln. Es geht ja um die Existenz-Sicherung des einzigen Skigebietes im
Bezirk.

Autor:

Peter Michael Kowal aus Klagenfurt

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