„Es wäre klüger, aus der Liga auszusteigen“

Blick nach vorne gerichtet: Captain Miha Kosl blickt Richtung Mevza-Liga und AVL
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  • hochgeladen von Erich Hober

Gegen Stroitel Minsk war für den SK Posojilnica Aich/Dob im europäischen Club-Volleyball Endstation. Leider oder Gott sei Dank. Beides hat seine Berechtigung. Leider aus dem Grund, weil Erfolge auf internationaler Ebene eben Prestige einbringen und das „Gott sei Dank“ – etwas überspitzt formuliert –, weil die Spieler nun mit etwas weniger Druck agieren können, wie Kapitän Miha Kosl erklärt: „Ein Ballast der vielen Reisen fiel von uns ab. Ein erklärtes Ziel hatten wir nicht, nur, dass wir so weit wie eben möglich kommen wollten.“ Minsk schätzt Kosl im Nachhinein gesehen in etwa gleich stark wie Hypo Tirol ein, dem härtesten Gegner im Titelrennen und Widerpart am kommenden Montag.
„Wir können uns nun in Ruhe auf die Mevza-Liga und die AVL konzentrieren“, sagt Kosl. In der Mevza-Liga hat Aich/Dob überlegen den Grunddurchgang als Erster abgeschlossen. Nun wartet der slowakische Club Chemes Humenné. In der AVL liegt Aich/Dob auf Platz zwei hinter Tirol.

Kritik am Ist-Zustand
Da die Teilnahme an der Mevza-Liga quasi „freiwillig“ ist, hat sie international gesehen auch nicht den entsprechenden Wert. Die Top-Teams Bled und Tirol verließen die Liga. „Diese Liga wird vom internationalen Verband nicht offiziell angesehen. Sie bringt so gesehen außer vielen Kilometern nicht viel, man bekommt dadurch keinen Startplatz für einen europäischen Bewerb. Es wäre klüger auszusteigen. Das ersparte Geld könnte man für gute Verstärkungen nutzen bzw. sich auf andere internationale Bewerbe konzentrieren“, sagt der Langzeit-Aich/Dob-Spieler. Auch mit der AVL „hadert“ Kosl: „Viele Teams haben nicht unser Niveau. Da ist es nicht einfach, oft gegen leichtere Gegner zu spielen und dann vereinzelt gegen schwere Gegner anzutreten.“

Für ihn wären Testspiele gegen große Gegner wie z.B. Bled interessant. „Aber das lässt sich mit unserem Spielprogramm, wo wir alle paar Tage ein Match haben, leider nicht vereinbaren“, so der vom Angreifer zum Diagonalangreifer umfunktionierte Kosl.

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