Corona-Virus
Magdalena Lobnig: "Müssen alles tun, um das Virus zu stoppen!"

Magdalena Lobnig trainiert nun nicht mehr am See, sondern indoor am Ergometer
  • Magdalena Lobnig trainiert nun nicht mehr am See, sondern indoor am Ergometer
  • Foto: Kuess
  • hochgeladen von Stefan Plieschnig

Auch Olympia-Sportler müssen sich auf das veränderte soziale Leben in Österreich. Bei Magdalena Lobnig steht deshalb Training am Ergometer im Vordergrund. Sie äußert zudem Bedenken wegen der Olympischen Spiele in Tokio im August. 

KÄRNTEN, VÖLKERMARKT. Bereits am Samstag wurde die Weltcup-Saison der Ruderer aufgrund des Coronavirus komplett gestrichen. Der Weltverband FISA sagte nach den ersten beiden Regatten in Sabaudia (ITA) und Varese (ITA) auch das Finale in Luzern (SUI) ab.

Für Einer-Ruderin Magdalena Lobnig die einzig richtige Entscheidung: „Ich liebe meinen Sport, ich liebe es Rennen zu fahren, aber aktuell gibt es wichtigere Dinge als die Frage, wann die nächste Regatta stattfindet. Es gibt auch keine Alternative, weil jetzt müssen wir alles dafür tun, um die Ausbreitung des Virus zu stoppen und das wieder in Griff zu kriegen.“

Lobnig: "Gehe davon aus, dass Spiele in Tokio stattfinden"

Aber natürlich umtreibt auch die 29-Jährige die Frage, wie es irgendwann weitergeht. „Derzeit gehe ich davon aus, dass die Olympischen Spiele in Tokio stattfinden, dafür trainiere ich. Aber es ist auch wichtig, dass es irgendwann eine endgültige Entscheidung gibt, um ein Ziel zu haben. Momentan kommt es mir so vor, dass keiner die Verantwortung übernehmen möchte. Vielleicht wäre es das Beste, wenn man die Spiele um ein Jahr verschiebt“, so Lobnig, die vergangene Woche einen Tag früher als geplant von ihrem insgesamt vierten Trainingslager in München heimgereist ist.

Indoor-Training am Ergometer

Am Wochenende trainierte sie noch am Völkermarkter Stausee, mittlerweile ist das Ruder-Trainingszentrum aber gesperrt. Seitdem absolviert sie den Großteil ihrer Trainingseinheiten indoor, nämlich am Ruder-, aber auch am Rad-Ergometer.

„Ich war über die Wintermonate so viel am Wasser wie in keiner Vorbereitung zuvor, deshalb macht es mir nichts aus, in den nächsten Tagen und vielleicht Wochen etwas mehr indoor zu trainieren. Es gab schon Winter, da bin ich fast nur auf dem Ergometer gesessen“, erinnert sich Lobnig und sieht auch die Vorteile.

„Die Rudermaschine verzeiht nix, macht stark und präsentiert die nackte Wahrheit. Am Wasser sind die Bedingungen immer unterschiedlich, aber am Ergometer bekommt man absolute Vergleichswerte. Es ist ein perfektes Tool zur Form-Überprüfung“, so die ÖRV-Athletin, die auch schon bald wieder im Boot sitzen möchte.„Ich halte mich natürlich an die Vorgaben, aber im Einer kann ich keinen anstecken. Und mit den Bergen vor der Haustüre gibt es alternative Trainingsmöglichkeiten. Ein bisschen frische Luft ist auch wichtig, um den Kopf frei zu bekommen.“

Trotz der besonderen Umstände freut sich Lobnig auf die Zeit daheim. „Ich weiß noch nicht, wie es weitergeht, aber ich versuche die Zeit mit meiner Familie auch zu genießen.“

EM ist das nächste Ziel

Nach den abgesagten Weltcup-Bewerben in Italien und der Schweiz sind die Ruder-Europameisterschaften in Posen (Polen) vom 5. bis 7. Juni das nächste Ziel. Die Olympischen Spiele in Japan sollen vom 24. Juli bis 1. August über die Bühne gehen.

Autor:

Stefan Plieschnig aus St. Veit

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